Stuttgart 21 am Flughafen in Warteschleife Filderschützer begrüßen Stopp der S-21-Planung

Steffen  Siegel kritisiert für die Schutzgemeinschaft Filder seit vielen Jahren den am Flughafen geplanten Anschluss der Gäubahn. Auch in der Tunnelvariante sieht er keine Lösung. Foto: Lichtgut/Horst Rudel
Steffen Siegel kritisiert für die Schutzgemeinschaft Filder seit vielen Jahren den am Flughafen geplanten Anschluss der Gäubahn. Auch in der Tunnelvariante sieht er keine Lösung. Foto: Lichtgut/Horst Rudel

Das Regierungspräsidium hat die Pläne für den Anschluss der Gäubahn an den Airport auf Eis gelegt, weil es einen neuen Vorschlag des Bundes gibt. Die Schutzgemeinschaft Filder plädiert für eine ganz andere Lösung.

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Stuttgart - Die Schutzgemeinschaft Filder und das Aktionsbündnis gegen S 21 begrüßen den vom Regierungspräsidium Stuttgart (RP) ausgesprochenen Stopp des Genehmigungsverfahrens für den Stuttgart-21-Abschnitt 1.3b am Flughafen. Er umfasst die Nutzung der S-Bahn-Gleise für die Züge der Gäubahn, die neue Schienenverbindung Rohrer Kurve und ein Extra-Haltegleis am Airport parallel zur S-Bahn-Station. RP-Präsident Wolfgang Reimer hatte das Verfahren am Dienstag auf Eis gelegt, weil der Bund eine konkurrierende Planung mit einem neuen Gäubahntunnel vorschlägt. Beide Varianten müssen gegeneinander abgewogen werden, für die des Bundes hat das RP aber bisher keinerlei Unterlagen.

Auch Tunnel keine Lösung

„Besser spät als gar nicht“, sagt Steffen Siegel von der Schutzgemeinschaft Filder zu dem Stopp. Die S-21-Pläne für den Flughafen mit dem Mischverkehr von S- und Gäubahn seien gescheitert, den „entscheidenden Sargnagel“ habe „nun ausgerechnet eine Initiative aus den Reihen der CDU“ mit dem Verkehrsstaatssekretär Steffen Bilger gesetzt. Die Idee eines zehn Kilometer langen Tunnels „toppt allerdings noch die bisherigen Fehlplanungen“, so Siegel. Das Vorhaben werde „weitere Milliarden kosten und eine Fertigstellung auf den Sankt Nimmerleinstag verschieben“. Die Schutzgemeinschaft plädiert dafür, die Gäubahn nicht über den Flughafen zum neuen Tiefbahnhof fahren zu lassen, sondern die bisherige Strecke durch den Stuttgarter Westen zu nutzen und die Züge oberirdisch in die City zu führen. Das sei finanzierbar und klimaverträglich. Diese Lösung steht bisher nicht zur Debatte. Untersucht werden aber zwei tiefergelegte Kopfgleise Richtung Tiefbahnhof.




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