Stuttgart 21 auf den Fildern Arbeiten am Radweg, der überraschend gekappt wurde

Von Jacqueline Fritsch 

Von Ende August an wird es wieder eine direkte Radwegverbindung zwischen Stuttgart-Plieningen und Echterdingen geben. Die Route war Anfang des Jahres wegen der Bauarbeiten für Stuttgart 21 für viele überraschend gesperrt worden.

Wegen der S-21-Baustelle wurde der Radweg bei Plieningen gekappt. Das erntete Kritik seitens der Bürger. Zudem klagen Landwirte, dass die Baustraße zu hoch sei und somit der Zufahrtsweg zu ihren Feldern versperrt sei. Foto: Jacqueline Fritsch
Wegen der S-21-Baustelle wurde der Radweg bei Plieningen gekappt. Das erntete Kritik seitens der Bürger. Zudem klagen Landwirte, dass die Baustraße zu hoch sei und somit der Zufahrtsweg zu ihren Feldern versperrt sei. Foto: Jacqueline Fritsch

Plieningen/Echterdingen - Seit vergangenem Dienstag wird auf der S-21-Baustelle zwischen dem Flughafen und Stuttgart-Plieningen nicht nur am Großprojekt gewerkelt, sondern auch an dem Radweg, der Plieningen und Echterdingen verbinden wird. Wenige Meter neben der ursprünglichen Radwegverbindung entsteht laut der Deutschen Bahn derzeit ein neuer. Ende des Monats soll er fertig sein. Von der Baustelle werde der Radweg gut getrennt. „Zudem wird eine Ampel an der Überfahrt der Baustraße installiert“, sagt ein Sprecher des Bahnprojekts Stuttgart-Ulm.

Damit scheint die Forderung des Bezirksbeirats Plieningen/Birkach Wirkung zu zeigen, meint Ulrich Berger (SPD). Seine Fraktion hatte im März den Antrag gestellt, den Radweg sofort wiederherzustellen. Dieser war Anfang des Jahres völlig überraschend gekappt worden. Ein halbes Jahr hat es nun gedauert, bis die Arbeiten am neuen Weg begonnen haben. Dennoch kann man das durchaus als Erfolg verbuchen, denn die Radverbindung nach Echterdingen sollte im Zuge von Stuttgart 21 eigentlich für mehrere Jahre unterbrochen werden.

Die Umleitungen für Radler seien keine Alternative

Die beiden Umleitungsstrecken über den Fasanenhof und den Flughafen bleiben laut Bahn neben dem neuen Radweg bestehen. Diese seien jedoch nach Ansicht von Ulrich Berger keine Alternative zur direkten Verbindung, da der Weg über den Fasanenhof sehr weit sei und über den Flughafen derzeit mit dem Rad wegen der laufenden Arbeiten für die Verlängerung der Stadtbahn U­ 6 kein Durchkommen möglich sei.

Zu Bergers Ärger über den unterbrochenen Radweg kam vor einigen Wochen hinzu, dass die Baustraße an der Echterdinger Straße höher gelegt wurde und den Bauern ein Zufahrtsweg zu ihren Feldern versperrt war. Auch dort will die Deutsche Bahn nun Abhilfe schaffen. „Um den Landwirten die kürzere Zufahrt von den Feldern auf die Baustraße zu ermöglichen, soll eine Zufahrtsrampe angelegt werden“, sagt ein Sprecher. Diese werde in den kommenden zwei Wochen angebracht.




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