Stuttgart 21 auf den Fildern Gegen das Erdlager und für mehr Lärmschutz

Von Natalie Kanter 

Bürger in Oberaichen, Unteraichen und Musberg rufen zum Widerstand gehen die S-21-Pläne auf den Fildern auf. Sie verfolgen damit vor allem zwei bestimmte Ziele. Wir erklären, welche.

Anwohner  in Oberaichen und Musberg wollen sich mit einem Erdlager vor ihrer Haustüre nicht abfinden. Foto: Judith Sägesser
Anwohner in Oberaichen und Musberg wollen sich mit einem Erdlager vor ihrer Haustüre nicht abfinden. Foto: Judith Sägesser

Leinfelden-Echterdingen - Der Protest gegen das von der Deutschen Bahn geplante Bodenlager ebbt nicht ab. Es soll auf Feldern zwischen Oberaichen und Musberg entstehen. Die Deutsche Bahn will dort im Zuge der S-21-Bauarbeiten 50 000 Kubikmeter Erdaushub von der Rohrer Kurve für einen Zeitraum von drei bis vier Jahren zwischenlagern. Die dafür vorgesehene Fläche wurde aufgrund von Gegenwind aus der Bevölkerung etwas weiter Richtung Musberg verschoben. Doch diese Änderung stößt bei den Bürgern nicht auf Gegenliebe.

Die Bürgermeinschaft Oberaichen (BGO) ruft – wie angekündigt – erneut zum Widerstand gegen die Pläne auf. Sie unterstützt einen Einspruch gegen das Planfeststellungsverfahren und macht dabei gemeinsame Sache mit den Unteraicher Bürgern. Auch einige Musberger sind bei der Aktion mit im Boot.

Bürgervereine haben gemeinsame Stellungnahme verfasst

Auch die Unteraicher Bürger finden es nicht richtig, den Erdaushub an der geplanten Stelle zwischenzulagern, wie der Sprecher Ulrich Löchner unserer Zeitung gesagt hat. Insbesondere sind sie aber mit dem Lärmschutz unzufrieden, der entlang des S-21-Abschnittes auf den Fildern, genau genommen zwischen Unteraichen und Oberaichen, geschaffen werden soll. Sie wollen verhindern, dass eine vier Meter hohe Lärmschutzwand Unteraichen teilt. Denn diese halte zwar den Lärm der Bahn von den Häusern im Gebiet Rohrer/Manosquer Straße fern, sie reflektiere aber auch den Krach der nahen Autobahn nach Unteraichen hinein, sagen sie.

Die beiden Bürgervereine haben eine gemeinsame Stellungnahme verfasst. Sie wird derzeit im Stadtgebiet verteilt. Das erklärte Ziel: möglichst viele Unterschriften gegen die Pläne der Bahn zusammenzutragen. Wer unterschreibt, richtet sich gegen das in L.-E. geplante Bodenlager und spricht sich für mehr Lärmschutz in Unteraichen aus. Es werden Stellen genannt, bei denen das Formblatt samt Unterschrift bis zum 24. März abgegeben werden kann. Die Einsprüche werden gesammelt und beim Regierungspräsidium Stuttgart abgegeben. Sie müssen dort bis zum 27. März eingehen.