Vor dem Deckel ist die unterirdische dreigleisige Haltestelle beim Planetarium an der Reihe, da sie dem S-21-Tiefbahnhof im Wege ist. Für diesen Neubau muss die westliche Außenwand des Tunnels zwischen dem Haltestellenende und dem Neckartor auf einer Länge von 120 Metern abgebrochen werden. Dafür wird die B-14-Fahrbahn verlegt und teilweise über Behelfsbrücken geführt. „Ein massiver Eingriff“, sagt die Stadt, in Anbetracht von 100 000 Fahrzeugen täglich und fünf Stadtbahnlinien im Zwei­minutentakt sei dies eine „anspruchsvolle Aufgabe“. In einem zweiten Abschnitt gilt es, drei Tunneläste von 550 Meter Länge anzubinden – zwei eingleisige in Richtung Arnulf-Klett-Platz (Hauptbahnhof) und eine zweigleisige in Richtung Charlottenplatz. Die Tunnelachse zum Klettplatz durchschneidet den Nesenbachkanal. Voraussetzung für den Bau der Tunnel ist der Bau des neuen Dükers. Dafür hat die Bahn noch keine Genehmigung.

Betriebseinschränkungen und Umleitungsstrecken für den Stadtbahnbetrieb ließen sich wegen des Abbruchs der Stadtbahntunnel nicht vermeiden, sagt der SSB-Technikvorstand Wolfgang Arnold. Er plant während der jahrelangen Baustellen aber keinen Busersatzverkehr, weil das Gebiet zu stauanfällig sei; er will ein „modifiziertes Netz“ anbieten. Dies wird unter anderem nötig, weil die U 9 und U 14 zeitweise nicht mehr in Richtung Hauptbahnhof abbiegen und manche Linien nicht mehr in Richtung Charlottenplatz fahren können. Ein Ringverkehr über den Berliner Platz zum Hauptbahnhof und zurück mit Gleiswechseln ist die Konsequenz. Mit dem Tunnelbau soll im dritten Quartal 2014 begonnen werden. Der Anschluss an den Stadtbahntunnel aus Richtung Hauptbahnhof ist für das zweite Quartal 2017 angedacht; zwei Jahre später soll die Inbetriebnahme sein.

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