Stuttgart-21-Baustelle Von den großen Maschinen beeindruckt

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Am Tag der offenen Baustelle war wieder Großes zu sehen: Tausende Besucher haben nach Angaben des Vereins Bahnprojekt Stuttgart-Ulm die Gelegenheit genutzt, sich den Filder-Tunnel und die große Vortriebsmaschine aus der Nähe anzusehen.

Vor allem die große Tunnelbohrmaschine hat die Besucher der Filder-Tunnel-Baustelle fasziniert. Foto: 7aktuell.de/Gerlach 17 Bilder
Vor allem die große Tunnelbohrmaschine hat die Besucher der Filder-Tunnel-Baustelle fasziniert. Foto: 7aktuell.de/Gerlach

Stuttgart - Der Andrang am Filder-Tunnel war groß. In den ersten zwei Stunden habe er bereits 3000 Besucher gezählt, sagte David Bösinger vom Verein Bahnprojekt Stuttgart-Ulm am Samstagmittag. Zu sehen gab es Großes: die Tunnelröhren, die die Bahngleise von den Fildern in Richtung Innenstadt und zurück führen werden ebenso wie die Vortriebsmaschine, die vor den Röhren darauf wartet, sich in den Untergrund hineingraben zu können. „Voraussichtlich im Mai werden die Arbeiten an der Weströhre beginnen“, so Bösinger. Der Rohbau der Oströhre ist bereits fertig.

Der Verein möchte mit den Tagen der offenen Baustelle den Bürgern die Möglichkeit geben, sich vor Ort ein Bild der Bauarbeiten am Bahnprojekt zu machen. Arbeiter, die normalerweise fleißig auf der Baustelle zu Werke gehen, standen den Bürgern Rede und Antwort. Filmausschnitte und Infoschilder ergänzten das Angebot. Das Highlight war aber wohl die Tunnelvortriebsmaschine. „Sie ist 120 Meter lang und hat einen Durchmesser von fast elf Metern“, erklärte Bösinger. Mehr als 5000 PS treiben die 2000 Tonnen schwere Maschine an. In zwei Stunden kann sie sich zwei Meter in den Untergrund graben und den Tunnelrohbau fertigen. „Die Maschine baut quasi Tunnel am Fließband“, sagte Bösinger.

Daniel Hörsch ist mit einer Gruppe von Freunden aus Bietigheim angereist. „Es ist faszinierend, die Baustelle und den Bohrer aus der Nähe betrachten zu können“, sagte der junge Mann. Auch Ruth Grohmann zeigt sich beeindruckt. „So eine große Maschine bekommt man nicht alle Tage zu Gesicht“, sagte die Leonbergerin.