Stuttgart 21 CDU fordert Klarheit von Hermann

CDU-Verkehrspolitikerin Nicole Razavi kritisiert die jüngsten Äußerungen von Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) zu Stuttgart 21. Foto: dpa

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU im Landtag, Nicole Razavi, hält den jüngsten Vorstoß von Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) zu einem Teilerhalt des Kopfbahnhofs in Stuttgart für falsch. Der Minister solle sich lieber an einer anderen Stelle engagieren.

Stadtentwicklung/Infrastruktur : Christian Milankovic (mil)

Stuttgart - Mit Unverständnis hat Nicole Razavi, die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag, auf die neuerliche Diskussion über die Leistungsfähigkeit von Stuttgart 21 reagiert. „Es ist an Minister Hermann, für Klarheit zu sorgen, was das soll“, sagt die Landtagsabgeordnete im Gespräch mit unserer Zeitung. In den vergangenen Tagen hatte Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) unter Verweis auf die aus seiner Sicht mangelhafte Leistungsfähigkeit der neuen Bahninfrastruktur in Stuttgart über den Erhalt von Kopfbahnhofgleisen im Untergrund räsoniert.

 

Ausbau im Stuttgarter Norden?

Razavi lehnt diese ab. „Hermanns Vorschläge verschlechtern den verkehrlichen Nutzen des Projekts“. Erweiterungen von S 21 erteilt sie keine grundsätzliche Absage. „Dass das funktionieren kann, wenn alle Partner an einem Strang ziehen, zeigt die sinnvolle Erweiterung der großen Wendlinger Kurve“, so die ehemalige verkehrspolitische Sprecherin der Landtags-CDU. Sie fordert mehr Engagement vom Land im Blick auf einer möglichen Beschleunigung der Schienenwege zwischen Feuerbach und Zuffenhausen. „Da muss Minister Hermann dafür trommeln, dass der Bund dieses Vorhaben unterstützt“. Dieser sogenannte Nordzulauf gilt unter Bahnexperten als Nadelöhr. So fordert etwa der Verkehrsclub Deutschland (VCD) den Bau eines fünften und sechsten Gleises im Stuttgarter Norden.

CDU pocht auf Flughafenanschluss

Nicht verhandelbar ist für Razavi der Schienenanschluss des Flughafens. „Alle Gäubahnzüge müssen über den Flughafen geführt werden. Wir würden nie akzeptieren, dass zentrale Bestandteile des Projektes wie die Gäubahnanbindung an den Flughafen und die Verkehrsdrehscheibe am Flughafen aufgegeben würden. Dasselbe gilt für die städtebaulichen Gewinne in der Stadt“. Vorige Woche hatte Hermann auf Anfrage unserer Zeitung bekräftigt, dass das Land zur Führung der Gäubahnzüge über den Flughafen stehe. „Aber mit dem Erhalt der Anbindung der Panoramabahn wäre es möglich, darüber hinausgehende Angebote zum Stuttgarter Hauptbahnhof zu fahren“, so der Minister.

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