Stuttgart 21 Der Abriss des Südflügels ruht

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Nachdem ein Bagger einen Pfeiler des Bahnsteigdachs beschädigt hat, können die Stuttgart-21-Bauarbeiten am Südflügel vorerst nicht weitergeführt werden.

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Stuttgart - Der Abriss des Südflügels am Hauptbahnhof ruht, die Gleise 15 und 16 bleiben einstweilen gesperrt. In der Folge des Zwischenfalls am 19. März, bei dem ein Bagger nicht nur eine Mauer des Südflügels, sondern auch einen Pfeiler des Bahnsteigdachs beschädigt hat, können die Arbeiten im Rahmen von Stuttgart 21 vorerst nicht weitergeführt werden. Nach Angaben der Bahn müssen die statischen Verhältnisse in dem betroffenen Hallen­bereich genau untersucht werden, um das weitere Vorgehen klären zu können.

Man habe entsprechende Stabilisierungsarbeiten vorgenommen, sagte ein Bahn-Sprecher, im noch stehenden Teil des Südflügels würden derzeit Stahlstützen angebracht. Die Standsicherheit des Hallendaches sei weiter gewährleistet. Die laufenden Untersuchungen sollen aufzeigen, welche Baumaßnahmen nötig sind, damit man die gesperrten Gleise wieder in Betrieb nehmen kann. Die nötigen Unterlagen, wenn sie dann vorliegen, müssen mit dem Eisenbahnbundesamt abgestimmt werden.

Wie lange es dauern wird, bis die Abrissarbeiten wieder aufgenommen werden können, ob Wochen oder Monate, konnte der Bahn-Sprecher nicht sagen. Größere Beeinträchtigungen des Zugverkehrs gebe es derzeit nicht, lediglich geringfügige Verspätungen. Die Züge werden auf andere Gleise umgeleitet. Auch von einer Verzögerung des Zeitplans für Stuttgart 21 geht die Bahn nicht aus. So dauere der restliche Abriss des Südflügels nur noch drei bis vier Wochen. Dessen Grundfläche wird gebraucht, wenn die neuen Querbahnsteige für die Zeit während des mehrjährigen Tiefbahnhofbaus angelegt werden. Diese müssen Ende des Jahres fertig sein.