Stuttgart 21 Der Widerstand geht weiter

Auf der 206. Montagsdemo vor einer Woche sind die Gruppen des Aktionsbündnisses noch gemeinsam zur Montagsdemo gegen Stuttgart 21 angetreten. Foto: Archiv/Achim Zweygarth
Auf der 206. Montagsdemo vor einer Woche sind die Gruppen des Aktionsbündnisses noch gemeinsam zur Montagsdemo gegen Stuttgart 21 angetreten. Foto: Archiv/Achim Zweygarth

Die 207. Montagsdemo gegen Stuttgart 21 war die erste nach dem Ausstieg von Grünen, Verkehrsclub Deutschland, BUND und Pro Bahn aus dem Aktionsbündnis. Die verblieben Mitglieder ließen es sich dabei nicht nehmen, gegen die Grünen nachzutreten.

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Die 207. Montagsdemo ist der erste Protest gegen das Bahnprojekt nach dem Austritt vier namhafter Gruppen aus dem Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 gewesen. Wie berichtet, haben der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Verkehrsclub Deutschland (VCD), der Fahrgastverband Pro Bahn und der Kreisverband der Stuttgarter Grünen ihre Mitarbeit in dem Bündnis beendet. ­Besonders die Grünen wurden dafür von den Demonstranten bei der jüngsten Kundgebung verbal attackiert.

Austritt mindert Zulauf der Demo nicht

Die Sprecher des Bündnisses, Norbert Bongartz und Eisenhart von Loeper, äußerten Verständnis für die Partei. „Ein Grund war der Widerwillen der Grünen-Vertreter, mitverantwortlich dafür zu sein, dass ihre Partei regelmäßig auf Montagsdemos ­abgewatscht wird für ihre Politik der ­Anerkennung der Volksabstimmung“,­ ­sagte von Loeper. „Ob sich die Grünen mit ihrem Auszug aus unserem Bündnis vor der Kommunalwahl einen Gefallen getan ­haben, wagen wir zu bezweifeln“, fügte Bongartz hinzu. Von einer Spaltung des ­Widerstands sei man weit entfernt. Die Moderatorin der Kundgebung, Angelika Linckh, sprach davon, dass müde gewordene und frustrierte Grüne das Bündnis verlassen hätten – unter dem Applaus der Teilnehmer. BUND, VCD und Pro Bahn dankte sie hingegen für die Zusammenarbeit.

Den Zulauf zur Demo hat der Austritt im Vergleich zur Vorwoche nicht gemindert. Die Polizei zählte 1500 Teilnehmer, die Parkschützer sprachen von etwa 2000.

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