Stuttgart 21 Die Last der Grünen mit dem ungeliebten Projekt

Die Diskussion über den Erhalt oberirdischer Gleise könnte die Städtebauidee infrage stellen. Das bringt vor allem die Grünen in die Bredouille, die unterschiedliche Ziele verfolgen.

Baubürgermeister Pätzold und OB Kuhn (v.r.) schauen sich das Modell des möglichen Rosensteinviertels an. Ob das realisiert wird, wird wieder vermehr in Frage gestellt. Foto:  
Baubürgermeister Pätzold und OB Kuhn (v.r.) schauen sich das Modell des möglichen Rosensteinviertels an. Ob das realisiert wird, wird wieder vermehr in Frage gestellt. Foto:  

Stuttgart - Zu Oppositionszeiten ist vieles einfacher gewesen. Da konnte sich Winfried Hermann im Juli 2010 vor eine Demonstration stellen und den gegen Stuttgart 21 Protestierenden zurufen: „Versenken wir dieses Projekt in der Grube mitsamt den Plänen zur Neubaustrecke.“ Nun, neun Jahre nach diesem Auftritt, amtiert Hermann mit acht Jahren länger als alle Landesverkehrsminister vor ihm und kann nicht umhin, sich mit dem Projekt weiter zu befassen, das er zeit seines Politikerdaseins abgelehnt hat und heute noch für eine Fehlentscheidung hält, wie er diese Woche nochmals der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.