Stuttgart 21 Erörterung in der Sängerhalle: 370 Einwendungen gegen Abstellbahnhof

Von Konstantin Schwarz 

Die Bahn will die Genehmigung zum Bau des Abstellbahnhof in Untertürkheim erhalten. Probleme gibt es dabei mit dem Lärm- und dem Artenschutz.

Auf dem Gelände des heutigen Güterbahnhof in Untertürkheim, das sich hier diagonal durchs Bild zieht,  will die Bahn AG beim Projekt Stuttgart 21  Züge abstellen und reinigen. Foto: DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH/Arnim Kilgus
Auf dem Gelände des heutigen Güterbahnhof in Untertürkheim, das sich hier diagonal durchs Bild zieht, will die Bahn AG beim Projekt Stuttgart 21 Züge abstellen und reinigen. Foto: DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH/Arnim Kilgus

Stuttgart - Das Regierungspräsidium Stuttgart (RP) erörtert am Mittwoch und Donnerstag, 15. und 16. Januar, in der Untertürkheimer Sängerhalle (Lindenschulstraße 29) jeweils von 9 Uhr an die Einwendungen zu dem beim Bahnprojekt Stuttgart 21 geplanten Abstellbahnhof. Er soll auf dem Gelände des heutigen Güterbahnhofs zwischen der Benz- und der Augsburger Straße in Untertürkheim entstehen. Züge sollen dort auf 27 Gleisen mit insgesamt 7,4 Kilometer Länge abgestellt und außen und innen gereinigt werden können.

Es geht vor allem um den Lärm- und Naturschutz

Vom Abstellbahnhof aus ist der Tiefbahnhof in zwei Richtungen im Ringverkehr erreichbar. Gegen die Pläne in Untertürkheim liegen 370 Einwendungen vor. Dabei geht es vor allem um den Lärm- und den Naturschutz. Schutzwände gegen Lärm sind nicht möglich. Sie müssten mehr als zehn Meter hoch sein, dennoch würden sie nicht alle 56 betroffenen Wohngebäude abschirmen können. Die Eigentümer sollen daher Schallschutz durch verbesserte Fenster, Türen und Dächer erhalten. Auf dem heutigen Gleisgelände leben hochgerechnet 5500 streng geschützte Eidechsen, nur für etwa die Hälfte stehen Ersatzflächen zur Verfügung. Die Erörterung wird von Gertrud Bühler, im RP Leiterin der Abteilung Wirtschaft und Infrastruktur, geleitet.