Stuttgart 21 Gedankenspiele zur Zukunft des Bonatzbaus

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Die Bahn führt bereits Gespräche über die künftige Nutzung des jetzt noch als Bahnhofshalle genutzten Bonatzbaus. In der Diskussion fallen die Stichworte Einkaufszentrum, Kongresshalle und kulturelle Zwischennutzung.

Derzeit finden Diskussionen über die künftige Nutzung des Bonatzbaus statt. Foto: Michael Steinert
Derzeit finden Diskussionen über die künftige Nutzung des Bonatzbaus statt. Foto: Michael Steinert

Stuttgart - Wenn das Milliardenprojekt Stuttgart 21 eines Tages fertiggestellt sein wird, befindet sich der Zugang zu den Gleisen im Bonatzbau eine Ebene ­tiefer als heute. Obwohl aus Sicht der Bahn wohl drängendere Probleme bestehen, ­finden bereits Gespräche statt, wie die frei werdenden Flächen, beispielsweise die heutige Bahnhofshalle, künftig genutzt werden können. Aktueller Favorit ist ein Konzept für Konzerte und Kongresse.

„Es entsteht im Bahnhof eine riesige Freifläche“, sagt der SPD-Fraktionsvize und ehemalige City-Manager, Hans Pfeifer. „Für den technischen Umbau dieser Halle müssen wir jetzt einen Plan entwerfen, wie die Fläche später genutzt werden soll.“ Aus diesem Grund habe die SPD am Freitag eine Anfrage an die Verwaltung gestellt. Darin heißt es, die SPD wolle wissen, welche Gespräche es bereits gegeben hat und welche Vorstellungen die Stadt hat.

Die Initiative kommt aus der Tourismusbranche

Nach StZ-Informationen fand die bislang einzige Gesprächsrunde zum Thema am 21. Januar ­dieses Jahres statt. „Vor dem Hintergrund der zahlreichen Anfragen und Vorschläge zur zukünftigen Nutzung des Bonatzbaus hat das Kommunikationsbüro Akteure aus Stadt, Kultur und Wirtschaft die Möglichkeit gegeben, mit der Bahn über die künftige Nutzung des Bonatzbaus zu sprechen“, erklärt Projektsprecher Wolfgang Dietrich auf Anfrage. Eigentümer und Betreiber des Bahnhofsgebäudes ist die Bahntochter DB Station und Service.

Die Liste der Teilnehmer sowie das Protokoll der Sitzung liegen der Redaktion vor. Die Initiative, über die künftige Nutzung des Bahnhofs jetzt nachzudenken, kommt aus Kreisen der Tourismusbranche. Auch im SPD-Antrag heißt es: „Bereits vor einiger Zeit ist aus der Stuttgarter Hotellerie der Vorschlag einer Veranstaltungs- oder Kongressnutzung vorgelegt worden.“