Stuttgart 21 Mehr geschützte Echsen in Stuttgart als gedacht

Von red/ dpa 

In Stuttgart leben weit mehr der geschützten Mauereidechsen als bisher gedacht, das hat ein Gutachten ergeben. Für das Bahnprojekt Stuttgart 21 soll ein Teil der Tiere umgesiedelt werden, aber was passiert mit den restlichen Echsen?

Streng geschützt und häufiger als gedacht: Die Mauereidechsen müssen den Bauarbeiten von S21 weichen. Foto: dpa
Streng geschützt und häufiger als gedacht: Die Mauereidechsen müssen den Bauarbeiten von S21 weichen. Foto: dpa

Stuttgart - In Stuttgart leben offensichtlich mehr Mauereidechsen als gedacht. Weit mehr als 100.000 der streng geschützten Tiere sollen es laut einem von der Stadt Stuttgart in Auftrag gegebenen Gutachten sein, wie die Stuttgarter Nachrichten (Donnerstag) berichten. Eine Sprecherin des Regierungspräsidiums Stuttgart sagte dem Blatt: „Nach den bislang vorliegenden Ergebnissen kann von sehr hohen Bestandszahlen ausgegangen werden.“

Das Gutachten liegt nach Angaben einer Sprecherin der Stadt Stuttgart im Entwurf vor, Zahlen kann sie aber nicht bestätigen. Anlass für die Untersuchung ist dem Zeitungsbericht zufolge, dass an der Stelle eines im Rahmen des Bahnprojekts Stuttgart 21 geplanten Abstellbahnhofs in Stuttgart-Untertürkheim mehrere Tausend Tiere leben.

Die Bahn stimmt sich mit der Umweltbehörde ab

Nicht alle der Echsen können auch umgesiedelt werden, wie ein Bahn-Sprecher am Mittwoch sagte. Ob der Verbleib der Tiere auf dem Baustellengebiet angesichts des möglicherweise großen Bestandes hingenommen werden kann, ist offenbar noch unklar. Zur Lösung des Artenschutzkonflikts stimme sich die Bahn mit den Landesumweltbehörden ab, dem Ergebnis wolle man nicht vorgreifen, sagte der Bahn-Sprecher.