Stuttgart 21 in Leinfelden-Echterdingen Präsentation nur in den Gremien

Über die Planung zu Stuttgart 21 auf den Fildern will die Bahn vor dem Genehmigungsverfahren nur die politischen Gremien informieren Foto: Norbert J. Leven
Über die Planung zu Stuttgart 21 auf den Fildern will die Bahn vor dem Genehmigungsverfahren nur die politischen Gremien informieren Foto: Norbert J. Leven

Es bleibt bei der Absage: Das Kommunikationsbüro hält eine Infoveranstaltung zu S 21 für die Bürger in Leinfelden-Echterdingen für entbehrlich.

Filder-Zeitung: Norbert J. Leven (njl)
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Leinfelden-Echterdingen - Der Projektsprecher Wolfgang Dietrich hat am Freitag gegenüber unserer Zeitung die Absage der öffentlichen Infoveranstaltung zu den konkreten Planungen für Stuttgart 21 auf den Fildern bekräftigt. Dieses Vorgehen habe er „selbstverständlich mit dem Bahnvorstand und den für das Projekt Verantwortlichen abgestimmt“. Die am Mittwoch bekannt gewordene Streichung hatte in Leinfelden-Echterdingen über Parteigrenzen hinweg Verärgerung ausgelöst (wir berichteten).

Eine Präsentation für die Bürger hatte der Bahn-Chef Rüdiger Grube Ende 2010 bei einer Veranstaltung in L.-E. zugesagt. Sie wird nach dem im vergangenen Jahr durchgeführten Filderdialog nun nicht mehr für notwendig erachtet. Alle Infos seien inzwischen auch im Internet einsehbar, verweist Dietrich auf Transparenz. Die Entscheidung für den Verzicht sei gefallen, nachdem das Land eine finanzielle Beteiligung an der Planung für den Filderbahnhof plus abgelehnt hatte. Auch danach hatte der Bahnbevollmächtigte Eckart Fricke jedoch noch auf die Vorbereitung einer solchen Veranstaltung verwiesen und beispielsweise die Schutzgemeinschaft am 1. Mai wissen lassen, dass die Organisation durch das Kommunikationsbüro erfolge.

Ganz ohne Erläuterung der Pläne für den Planfeststellungsabschnitt 1.3, der den Streckenabschnitt zwischen der Rohrer Kurve und dem Flughafen betrifft, kommt die Bahn offenbar nicht aus. Bei einer Zusammenkunft mit Mandatsträgern und Bürgermeistern aus den Kommunen und den Stuttgarter Filder-Stadtbezirken hat Dietrich am Mittwoch – außerhalb des Verfahrens – Präsentationen in den meist öffentlich tagenden Gemeinderäten und Bezirksbeiräten angeboten. Das sei auf große Zustimmung gestoßen. Termine dafür könnten jedoch erst dann organisiert werden, wenn das Eisenbahnbundesamt die Vollständigkeit der Antragsunterlagen bestätigt habe. Damit sei voraussichtlich in sechs bis acht Wochen zu rechnen.




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