Am Mittwoch befassen sich die Mitglieder des Verkehrsausschuss des Bundestags in Berlin mit Stuttgart 21. Die Linke wirft der Bahn im Vorfeld der Sitzung vor, demokratische Prinzipien zu missachten.

Stuttgart - Der Ton wird schärfer im Vorfeld der Anhörung zu Stuttgart 21 im Verkehrsausschuss des Bundestages am Mittwoch. Sabine Leidig, verkehrspolitische Sprecherin der Linken, wirft der Bahn die Missachtung demokratischer Prinzipien vor. „Vier Topmanager der DB, die auf Vorschlag der Koalitionsfraktionen als Sachverständige geladen sind, haben bis heute keine einzige Zahl oder Zeile schriftlich vorgelegt. Damit demonstrieren diese Herren eine erhebliche Missachtung gegenüber Parlament und demokratischer Kontrolle“. Der Journalist Arno Luik und der Landesvorsitzende des Verkehrsclub Deutschland, Matthias Lieb, die als Sachverständige der Linken und der Grünen im Ausschuss auftreten werden, haben Stellungnahmen auf der Internetseite des Bundestags veröffentlicht.

Das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 will am Mittwochnachmittag die Ergebnisse der Anhörung in Berlin aus seiner Sicht einordnen und lädt zu einer „außerparlamentarischen Anhörung“. Dabei sprechen unter anderem der Schauspieler Walter Sittler, der ehemalige Bundesbahndirektor Sven Andersen sowie der Physiker Christoph Engelhardt, Betreiber der Internetplattform wikireal.org.