Stuttgart 21 Massive Einwände gegen Filderplanung

Von hef 

Die Pläne für Stuttgart 21 auf den Fildern haben der Deutschen Bahn massive Kritik aus unterschiedlichen Lagern eingebracht. Die Frist, um Einwendungen vorzubringen, ist jetzt abgelaufen.

Der Abschnitt von Stuttgart 21, der sich an das Portal des Fildertunnels anschließt, geht nun in die Genehmigungsphase. Kritiker erheben Einwände. Weitere Informationen zum Filderdialog finden Sie in unserer Bildergalerie. Foto: Christian Hass 19 Bilder
Der Abschnitt von Stuttgart 21, der sich an das Portal des Fildertunnels anschließt, geht nun in die Genehmigungsphase. Kritiker erheben Einwände. Weitere Informationen zum Filderdialog finden Sie in unserer Bildergalerie. Foto: Christian Hass

Stuttgart - Zum Ende der Einspruchsfrist haben der Kreisverband der Grünen, der Umweltschutzverband BUND und die Schutzgemeinschaft Filder am Donnerstag ihre Kritik an dem Planfeststellungsverfahren der Bahn für die Anbindung des Flughafens an den Tiefbahnhof von Stuttgart 21 wiederholt. Gleichzeitig hat die Initiative „Vaihinger für den Kopfbahnhof“ 1000 Einwendungen beim Regierungspräsidium abgegeben. Statt Engpässe zu beseitigen schaffe man neue, erklärte Steffen Siegel, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft: „Die Filderplanung ist ein Rückbau der Infrastruktur und eine katastrophale Fehlplanung.“

Grüne fordern Gutachten von der Bahn

135 Seiten umfassen alleine die Einwendungen der Schutzgemeinschaft, ausgearbeitet unter anderem vom Ingenieurbüro Hans-Peter Kleemann und Rechtsanwalt Tobias Lieber, der auch den BUND in fachlichen Fragen vertritt. Die Belastung auf den Fildern würde durch das „verkehrlich unsinnige Projekt“ weiter verstärkt, so Siegel. Zugleich würde die Anbindung der Filder an den Stuttgarter Hauptbahnhof verschlechtert. Eine Verschlechterung der Situation für die Pendler befürchten auch die Grünen, die daher fordern, so der Kreisverbandsvorsitzende Philipp Franke, dass „die Bahn durch ein unabhängiges Gutachten belegt, dass der heutige S-Bahn-Takt dauerhaft und zuverlässig erhalten bleibt“.

Der BUND sieht indes im „mangelhaften Bodenschutz“ einen der gewichtigsten Einwendergründe, so Regionalgeschäftsführer Gerhard Pfeifer. Nur 21 Prozent der Eingriffe würden ausgeglichen, der landschaftspflegerische Begleitplan sei unzulänglich. „Es gehen 100 000 Kubikmeter wertvoller Mutterboden verloren“, so Pfeifer: „Damit ist der Eingriff auf den Fildern so groß wie beim Bau der Landesmesse.“