Stuttgart 21 Neuer Anlauf für den Bau des Abstellbahnhofs

Von Konstantin Schwarz 

Die Bahn hat ihre Pläne für den Bau des Abstellbahnhofs erneut geändert. Ende November sollen sie öffentlich vorgestellt werden.

Auf den Gelände des früheren Güterbahnhofs in Untertürkheim sollen mit dem Projekt Stuttgart 21 künftig Züge abgestellt und gereinigt werden. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko
Auf den Gelände des früheren Güterbahnhofs in Untertürkheim sollen mit dem Projekt Stuttgart 21 künftig Züge abgestellt und gereinigt werden. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Stuttgart - Im dritten Anlauf will die Bahn den Bau der für das Projekt Stuttgart 21 nötigen Abstellgleise genehmigen lassen. Weil der heutige AbstellbahnhofRosenstein entfällt, hat die Projektgesellschaft das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs in Untertürkheim in den Blick genommen. Auch in Münster und Obertürkheim sollen Abstellgleise entstehen.

Die Planungen sind nicht grundsätzlich neu. Bereits 2006 hatte der Schienenkonzern erste Pläne beim Eisenbahnbundesamt eingereicht, 2013 und 2015 sollten sie nach einer Überarbeitung erneut präsentiert werden. Dies geschieht nun am Dienstag, 29. November, um 19 Uhr bei einer Veranstaltung in der Sängerhalle in Untertürkheim, Lindenschulstraße 29.

Lärmschutzwände würden zu hoch

Die Bahn hat ihre Pläne geändert, weil die bisherigen nur zu verwirklichen wären, wenn entlang der Benzstraße und Augsburger Straße umfassende Lärmschutzwände mit bis zu acht Metern Höhe aufgebaut werden würden. Die Schallschutzwände würden die Bahn etliche Gleismeter kosten und zusätzliche Abstellkapazitäten woanders nötig machen.

Mit der Neuplanung will die Bahn mit weniger Schallschutzwänden auskommen und den Lärm für die an den neuen Bahnhof grenzende Wohnbebauung dennoch reduzieren. Das hatte Bahnvorstand Volker Kefer dem Lenkungskreis für das Projekt Ende Juni bekannt gegeben. Die Details der Planung sollen am 29. November vorgestellt werden. Insgesamt sollen auf rund 135 000 Quadratmetern Bahngelände laut früherer Planung 17 600 Meter Gleise neu verlegt und eine 128 Meter lange Waschanlage aufgebaut werden. Die Eidechsen auf dem Gelände müssen umgesiedelt werden.

Der Zeitplan ist eng

Die Bahn will ihre neuen Pläne 2017 beim Eba einreichen. Ab diesem Zeitpunkt können Betroffene Einwendungen erheben. Für den Bau des Abstellbahnhofs waren ursprünglich sieben, dann drei und dann vier Jahre genannt worden. Stuttgart 21 soll laut Bahnchef Rüdiger GrubeEnde 2021 in Betrieb gehen.