Stuttgart 21 Expertenanhörung im Bundestag

Titelteam Stuttgarter Nachrichten: Christian Milankovic (mil)
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Nicht minder ausführlich haben sich auch die im Netzwerk Kernerviertel zusammengeschlossenen S-21-Gegner zu Wort gemeldet. Sie sehen sich nicht ausreichend gegen den von der Baustelle ausgehenden Lärm geschützt. Die im Dezember 2014 aktualisierten Untersuchungen des Gutachters stellen die Anwohner nicht zufrieden. Ihre Sorgen haben sie in einem Brief an Peter Sturm, Manfred Legers Kollegen im Vorstand der DB-Projektgesellschaft Stuttgart-Ulm zusammengefasst.

Die Landes-Grünen haben aus dem Ergebnis der landesweiten Volksabstimmung den Schluss gezogen, auf eine kritisch-konstruktive Linie einzuschwenken, was ihnen von ihrer Gefolgschaft in den Reihen der Stuttgart-21-Gegner übel genommen wird. Matthias Gastel, Grünen-Bundestagsabgeordneter aus Filderstadt (Kreis Esslingen) und bahnpolitischer Sprecher sein Fraktion, hat sich zusammen mit seinem Pendant bei den Linken, der Abgeordneten Sabine Leidig, auf eine Expertenanhörung im Verkehrsausschuss des Bundestages verständigt. Für die von den Linken im Mai 2014 geäußerte Idee, einen Untersuchungsausschuss zum Bahnprojekt einzurichten, konnten sich die Grünen aber nicht erwärmen.

Parteien schicken Fachleute zur Anhörung

Nun steht fest, dass sich der Ausschuss am 6. Mai mit dem Umbau des Stuttgarter Bahnknotens beschäftigen wird. Die Parteien haben auch schon ihre Sachverständigen benannt, die in der Sitzung gehört werden. Die CDU schickt Manfred Leger, den Brandschutzbeauftragten Klaus Jürgen Bieger sowie Bernd H. Hillemeier, Professor an der TU Berlin und Mitglied im Stuttgart-21-Projektbeirat, ins Rennen. Für die SPD sind der Bahninfrastrukturvorstand Volker Kefer und Ullrich Martin, Direktor des Instituts für Eisenbahn- und Verkehrswesen der Uni Stuttgart, angekündigt. Für die Grünen spricht Matthias Lieb, Landesvorsitzender des Verkehrsclubs Deutschland (VCD). Etwas unerwartet ist die Wahl der Linken. Sie schicken Arno Luik. Der ehemalige taz-Chefredakteur und heutige Autor des „Stern“, der aus dem Kreis Heidenheim stammt, hatte sich in Beiträgen für das Hamburger Magazin immer wieder kritisch mit den Planungen in Stuttgart auseinandergesetzt.

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