Stuttgart 21 Zweiter Tunneldurchschlag bei S 21 gefeiert

Unter Gablenberg sind zwei Tunnelteilstücke für Stuttgart 21 nach knapp dreijähriger Bauzeit verbunden worden. Große Teile der Röhre verlaufen durch den beim Tunnelbau als problematisch geltenden Anhydrit.

Vom Durchschlagsort geht der Blick in Richtung Innenstadt. Foto: Lg/Achim Zweygarth 7 Bilder
Vom Durchschlagsort geht der Blick in Richtung Innenstadt. Foto: Lg/Achim Zweygarth

Stuttgart - Die Röhre, in der Züge einmal von Obertürkheim kommend den neuen Durchgangsbahnhof bei Stuttgart 21 erreichen sollen, ist zu einem Großteil ausgebrochen. Am Dienstagnachmittag entfernte Tunnelpatin Beate Dietrich mit einem Bagger die letzte Steinbarriere zwischen den Tunnelteilstücken, die von Wangen und von der Innenstadt aus aufeinander zu gearbeitet worden waren.

Geburtstag auf der Tunnelbaustelle gefeiert

Alfred Sebl, Geschäftsführer der Porr AG, die zusammen mit anderen Unternehmen den Tunnel baut, erinnerte an die schwierigen Rahmenbedingungen bei den Arbeiten unter Tage. Er nannte unter anderem die behördlichen Auflagen, die in einem Teilstück zum Schutz der Anwohner den mühseligeren Vortrieb mit Meißeln statt mit Sprengstoff vorsehen. Aber auch die geologischen Gegebenheiten seien nicht einfach gewesen. Tatsächlich liegen weite Teile der nun vorgetriebenen Röhre im als anspruchsvoll geltenden Anhydrit, wie Martin Wittke, Geschäftsführender Gesellschafter von WBI, am Rande der Veranstaltung erklärte. Das Unternehmen berät die Bahn beim Tunnelbau. Sein Vater Walter Wittke war ebenfalls beim Durchschlag dabei – und konnte nebenbei seinen 83. Geburtstag auf der Baustelle feiern.

Zu denen, die den Durchschlag feierten, gehörten Sven Hantel, Bahnbevollmächtigter für das Land, Peter Morhard, Ministerialrat im Verkehrsministerium, Regionalpräsident Thomas Bopp sowie der im Rathaus für Stuttgart 21 verantwortliche Gerhard Rotermund. Zusammen mit S-21-Chef Manfred Leger dankten sie den Mineuren für die geleistete Arbeit.

Auch auf Untertürkheimer Seite kann es weitergehen

Diese wird weitergehen. In der parallel verlaufenden Röhre erwartet der bei der Bahn für den Abschnitt verantwortliche Bauingenieur Günter Osthoff in diesem Jahr den Durchschlag. Auf Untertürkheimer Seite, wo ein Wassereinbruch den Bau stoppte, sind die Sicherungsarbeiten an der Oberfläche abgeschlossen. Auf dem dabei in Mitleidenschaft gezogenen Gelände der Sportgemeinschaft Untertürkheim kann der Sportplatzbauer seine Arbeit beginnen.