Stuttgart Bad Cannstatt Das neue Gesicht des Hallschlags

Von Uli Nagel 

Es ist das größte Sanierungsprojekt der Stuttgarter Wohn- und Städtebau GmbH auf dem Hallschlag: Das Neubaugebiet Lübecker/Dessauer Straße.

Das Neubaugebiet Foto:  
Das Neubaugebiet Foto:  

Bad Cannstatt - Es ist das größte Sanierungsprojekt der Stuttgarter Wohn- und Städtebau GmbH auf dem Hallschlag: das Neubaugebiet Lübecker/Dessauer Straße. In zwei Bauabschnitten sind insgesamt 161 neue Wohnungen, davon 51 Sozialwohnungen sowie 30 Einheiten, die nach dem kommunalen Programm „Mietwohnungen für mittlere Einkommensbezieher“ gefördert sind, entstanden. Allein hier investiert die städtische Tochter rund 40 Millionen Euro.

Bis Herbst sollen alle Wohnungen in den zwölf Gebäuden mit 142 Tiefgaragen- und 29 Außenstellplätzen bezogen sein. „Das ist ein Schlüsselprojekt der SWSG im Hallschlag“, hatte Helmuth Caesar, Technischer Geschäftsführer des Unternehmens, beim Richtfest betont. „Mit diesem städtebaulich gelungenen Quartier schaffen wir einen weiteren wichtigen Baustein für die Entwicklung auf dem Hallschlag. „Denn damit entstehen dringend benötigte, bezahlbare Neubauwohnungen für breite Bevölkerungsschichten.“

Kitas für fünf Gruppen

Zusätzlich errichtet das Unternehmen ein Kinder- und Familienzentrum auf dem Grundstück Ecke Lübecker/Rostocker Straße. Fünf Gruppen werden dort in einer Kindertagesstätte untergebracht, Räume für ein Familienzentrum werden entstehen. Die Fertigstellung ist für Mitte 2020 vorgesehen. Damit wird deutlich, welchen Charakter der Hallschlag haben wird: Helmuth Caesar: „Es spricht sich herum: Der Hallschlag ist mit seinen großzügigen Grünanlagen ein besonders familienfreundliches Quartier.“ Doch ein Sprichwort besagt: Wo gehobelt wird, da fallen Späne. In diesem Fall waren zwei Straßen die Leidtragenden der Bauarbeiten. Der Belag der Dessauer Straße ist extrem in Mitleidenschaft gezogen worden und hat heute tiefe Schlaglöcher. Von der einstigen Lübecker Straße ist gar nichts mehr zu sehen, sie ist heute nur noch eine reine Baustraße, auf der Lastwagen unterwegs sind.

Doch um die neuen Quartiere noch attraktiver zu machen, wird die SWSG in Absprache mit der Stadtverwaltung beide Straßen als verkehrsberuhigte Bereiche neu errichten. Die Kosten liegen bei rund 955 000 Euro. Ein Vorhaben, das im Bezirksbeirat auf große Zustimmung stieß und befürwortet wurde.

Römische Spuren gefunden

Während die Arbeiten im Gebiet Lübecker/Dessauer Straße in absehbarer Zeit fertig sind, geht es nur wenige Meter entfernt in der Essener Straße, Düsseldorfer Straße und der Straße Auf der Steig weiter. Nach dem Abriss der 84 Altbauwohnungen baut die SWSG bis 2021 insgesamt 128 neue Wohnungen. Allerdings wird dort nur auf einem Teil des Areals mit großen Baggern gearbeitet. Entlang der Essener Straße ist dagegen der Denkmalschutz mit Hacke und Schaufeln bei der Arbeit. Der Grund: Man ist – wieder einmal und für den Hallschlag typisch – auf römische Spuren gestoßen.

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