Stuttgart-Bad Cannstatt Kita und Jugendhaus unter einem Dach

Von Edgar Rehberger 

Das Kinder- und Jugendhaus Hallschlag wird in Teilen modernisiert und erweitert. Die benachbarte Kita wird abgerissen und ins Jugendhaus integriert. Die Kosten liegen bei zehn Millionen Euro.

Wird in großem Stil saniert, modernisiert und umgebaut: das Kinder- und Jugendhaus Hallschlag. Foto: Edgar Rehberger
Wird in großem Stil saniert, modernisiert und umgebaut: das Kinder- und Jugendhaus Hallschlag. Foto: Edgar Rehberger

Bad Cannstatt - Dem Kinder- und Jugendhaus Hallschlag stehen große Veränderungen bevor. Es soll zu Teilen abgerissen, modernisiert werden und ein Neubau dazukommen. Zudem wird die benachbarte Kita abgerissen und ins modernisierte Gebäude integriert. Die Verwaltung geht derzeit von Kosten in Höhe von rund zehn Millionen Euro aus. Die genauen Kosten sollen bis zu den Haushaltsberatungen vorliegen. „Wir benötigen noch weitere Planungserkenntnisse“, sagte Gritta Rotter vom Stadtplanungsamt im Ausschuss für Umwelt und Technik. „Die Baugenehmigung soll bis Ende des Jahres eingereicht werden.“ CDU-Stadtrat Philipp Hill hatte danach gefragt, bis wann mit einer genauen Kostenschätzung zu rechnen ist. „Das Projekt soll nicht ins Stocken geraten.“

Förderanträge gestellt

Im Ausschuss wurde der Vergabe der weiteren Planungsleistungen für den Teilabbruch, die Modernisierung und den Neubau des Gebäudes, das sich in städtischer Hand befindet, zugestimmt. Dabei fungiert die Jugendhaus-Gesellschaft als Bauherr. Das Kinder- und Jugendhaus befindet sich im Sanierungsgebiet der Sozialen Stadt. Daher sind Zuschüsse im Rahmen der Städtebauförderung möglich: 60 Prozent Förderung für die Modernisierungsarbeiten und die Anbauten und 30 Prozent Förderung für die Maßnahmenbereiche, die durch die Fördergeber als Neubau eingestuft werden. Derzeit stehen im Förderrahmen der Sozialen Stadt Hallschlag rund 1,3 Millionen Euro bereit, ein Aufstockungsantrag ist gestellt. „Sobald die Planung endgültig feststeht, kann eindeutig festgelegt werden, um welche prozentualen Anteile es sich für Modernisierung, Anbau und Neubau handelt“, heißt es in der Beschlussvorlage. Erst dann könnten genaue Kosten und die Förderhöhe aus Sanierungsmitteln festgelegt und eine abschließende Modernisierungsvereinbarung abgeschlossen werden.

Gemeinschaftsräume

Nach dem Stand der Planungen und dem Ergebnis der Machbarkeitsstudie soll das Jugendhausgebäude erhalten, die benachbarte Kita, die derzeit zweizügig geführt wird, aufgrund der Baufälligkeit abgerissen werden. Beide Nutzungen sollen künftig in einem Gebäude untergebracht werden. Dazu wird das Bestandsgebäude des Kinder- und Jugendhauses Hallschlag im Sigmund-Lindauer-Weg in Teilen modernisiert und zum Teil erweitert werden. Die Kita wird dann vierzügig sein. Im neuen Gebäude sollen zwar Kita sowie Kinder- und Jugendhaus abgetrennte, aber auch gemeinschaftlich nutzbare Bereiche erhalten, die positive Synergien hervorrufen werden. Aus dem Planungswettbewerb ging das Architekturbüro hsv-architekten BDA PartGmbB aus Braunschweig als Sieger hervor. Mit diesem Büro soll eine genehmigungsreife Planung zur Vorlage beim Baurechtsamt erarbeitet werden. Die Gesamtmaßnahme und sämtliche weiteren Kosten im Zusammenhang mit der zugrunde liegenden Planung werden im Rahmen einer Folgevorlage dargestellt, in der die endgültige Modernisierungsvereinbarung zum Beschluss vorgelegt wird, beschreibt die Gemeinderatsdrucksache das weitere Vorgehen. Der Bezirksbeirat berät das Thema kommende Woche.

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