Stuttgart-Bad Cannstatt Welke Zeichen der Trauer

Von Janey Schumacher 

Vor dem Ehrenmal am Römerkastell im Hallschlag liegen seit neun Monaten Kränze. Es ist unklar, wer sich darum kümmern muss.

Die alten Trauerkränze am Römerkastell sind kein schöner Anblick. Foto: Janey Schumacher
Die alten Trauerkränze am Römerkastell sind kein schöner Anblick. Foto: Janey Schumacher

Bad Cannstatt - Keinen schönen Anblick mehr bieten die beiden Trauerkränze vor dem Reiterbildnis am Römerkastell. Sie wurden dort am 18. November vergangenen Jahres anlässlich des Volkstrauertags zum Gedenken an die im Krieg gefallenen Soldaten niedergelegt. Wie auf den angesteckten Schleifen zu lesen ist, sind sie der „Fernmeldekompanie KSK“ und der „Reiter-Kavallerie Regiment 18“ gewidmet.

Seither sind knapp neun Monate vergangenen und die Kränze befinden sich immer noch an Ort und Stelle, sind mittlerweile jedoch ausgetrocknet und verwelkt. Eigentlich sollte derjenige, der sie dort abgelegt hat, die Kränze auch wieder entfernen. Doch genau darin liegt das Problem: Niemand weiß so recht, wer dafür verantwortlich ist. Es handelt sich nicht um Trauerkränze, die im Rahmen einer städtischen Gedenkfeier dort niedergelegt wurden. Denn diese Trauerfeier fand in der Stadtkirche statt. „Die Kränze wurden anschließend auf dem Steigfriedhof abgelegt“, sagt Bezirksvorsteher Bernd-Marcel Löffler. Auch von der Bundeswehr stammen sie nicht.

Wer die Kränze abgelegt hat, weiß man auch im Stuttgarter Rathaus nicht. Da es sich um Trauerkränze an einem Ehrenmal handle, sei man bei der Entsorgung zurückhaltend, sagt Ann-Katrin Gehrung, Sprecherin der Stadt. Sollte sich in den nächsten Wochen allerdings niemand um die Kränze kümmern, werden sie von der Stadt entfernt.

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