Stuttgart-Botnang Beirat steht hinter den Bürgerwünschen

Von Marta Popowska 

Die Botnanger Kommunalpolitiker befürworten die meisten Ideen aus dem Bürgerhaushalt.

Der größte Wunsch ist, dass die U9 auch abends und an den Wochenenden bis zur Endhaltestelle fährt. Foto: Archiv Thorsten Hettel
Der größte Wunsch ist, dass die U9 auch abends und an den Wochenenden bis zur Endhaltestelle fährt. Foto: Archiv Thorsten Hettel

Botnang - Das Thema Verkehr treibt die Botnanger um. Das lassen die zehn bestplatzierten Vorschläge für den Bezirk aus dem Bürgerhaushalt zumindest vermuten. Denn abgesehen von dem Wunsch, Einkaufsmöglichkeiten im Ort zu erhalten, dreht sich alles darum. Nun haben auch die Bezirksbeiräte Stellung zu den Wünschen der Menschen genommen. Abgesehen von zwei Vorschlägen, für die man sich nicht zuständig sieht, herrschte in der jüngsten Sitzung des Bezirksbeirats positive Einigkeit unter den Räten. Unter den zehn bestplatzierten Vorschlägen aus dem Bezirk waren jedoch auch zwei, für die sich der Bezirksbeirat nicht zuständig sieht.

Im Gesamt-Stuttgarter-Ranking lediglich auf Platz 515 gelandet, aber für die Botnanger Topthema, ist nach wie vor die Stadtbahnlinie U9. Geht es nach den Bürgern, soll diese auch am Wochenende und abends bis zur Endhaltestelle an der Kauffmannstraße in Botnang fahren und nicht wie bislang am Vogelsang im Stuttgarter Westen enden. „Eine Ausweitung des ÖPNV-Angebotes erhöht die Attraktivität und die Nutzerzahlen“, lautete die Begründung. An zweiter Stelle wünschen sich die Menschen, dass Wegweiser für die Radwege aufgestellt werden. Denn aktuell fehle es an Ausschilderungen, die den Weg nach Vaihingen, zur Universität oder nach Leonberg weisen. Es fehle gar ein „radtauglicher Vorschlag für einen Weg in die City“. Auch Vorschlag Nummer drei, eine Verbesserung der Taktung der Buslinie 91 in Richtung Vaihingen, befürwortet der Bezirksbeirat. Für Studenten und Pendler ist der Weg derzeit sehr umständlich. Die Buslinie 91 schaffte es auch auf Platz Fünf. Wobei die Verbindung in Richtung Feuerbach „dürftig“ sei und eine mindestens stündliche Taktung gewünscht wird. Sinnvoll fanden die Bezirksbeiräte auch den viertplatzierten Vorschlag, Botnang in die Tarifzone 10 der VVS zu integrieren.

Einkaufsmöglichkeiten in Botnang erhalten

Nicht zuständig erklärte sich der Bezirksbeirat bezüglich des gewünschten Lkw-Durchfahrtsverbots am Kräherwald. „Die Straße am Kräherwald befindet sich in den Stadtbezirken Nord und West“ , erklärte Nicholas Gernhardt-Winkler von den Grünen, der die Stellungnahmen verlas. Als längst überfällig und daher befürwortenswert ist der Wunsch, die Einkaufsmöglichkeiten in Botnang zu erhalten (Platz 7). Denn bald soll das Einkaufszentrum Laihle abgerissen und umgestaltet werden. Im Zuge der Neuordnung des Areals gibt es den Wunsch, ein Einkaufszentrum zu planen. In der aktuellen Planung ist dies noch nicht angedacht.

Keine Stellung bezogen die Räte zum Wunsch, eine Fahrradspur auf der Straßenbrücke über den Botnanger Sattel einzurichten. Denn die Geißeichstraße, so wurde begründet, befinde sich im Stadtbezirk West. Befürwortenswert, wenn auch nicht primär eine haushaltsrelevante Aufgabe, sei der Wunsch auf Platz 9, wonach die Kommunikation zwischen den Stadtbahn- und Busfahrern der Linien U9 und U2 auf die Buslinie 91 verbessert werden solle. Immer wieder käme es wegen Verkehrsstörungen – entweder bei den Stadtbahn- oder den Buslinien – dazu, dass die jeweiligen Anschlüsse knapp verpasst werden.

An zehnte Stelle wurde die Idee verlesen, einen Zebrastreifen an der Bushaltestelle Botnang Freibad unmittelbar nahe des Tierheims zu installieren. An der viel und oft schnell befahrenen Straße sieht der Bezirksbeirat eine Bedarfsampel als die sinnvollere Lösung an, „da an dieser Stelle eine gefahrlose Querung der Furtwängler­straße kaum möglich ist“, hieß es.

Sonderthemen