Stuttgart-Botnang im Rückblick 2018 kann ein gutes Jahr für den Bezirk werden

Von Torsten Ströbele 

Die neue Bezirksvorsteherin Mina Smakaj blickt auf 2017 zurück und schaut auf wichtige Projekte in 2018.

Mina Smakaj wurde Ende Oktober vom Gemeinderat zur neuen Bezirksvorsteherin gewählt. Sie ist damit die Nachfolgerin von Wolfgang Stierle. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Mina Smakaj wurde Ende Oktober vom Gemeinderat zur neuen Bezirksvorsteherin gewählt. Sie ist damit die Nachfolgerin von Wolfgang Stierle. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Stuttgart-Botnang - Im Bezirksrathaus gibt es eine neue Chefin. Es ist Geld für das Haus der Jugend vorhanden. Im Laihle geht es vorwärts. Und auch einige Projekte im Rahmen des ersten Sanierungsgebietes im Bezirk nehmen an Fahrt auf. In Botnang sind einige Weichen für die Zukunft gestellt worden.

Frau Smakaj, es war Ihr erstes Weihnachtsfest als Bezirksvorsteherin. Wie haben Sie es verbracht?
Ich habe mit Freunden gefeiert. Es war wirklich sehr schön! Ein paar freie Tage haben auch sehr gut getan.
Seit Ihrer Wahl im Oktober hatten Sie nicht viele freie Tage, oder?
Nein, das stimmt. Es ist sehr viel zu tun! Aber das ist in Ordnung. Meine ehemalige Stelle ist noch nicht wieder besetzt. Ich hoffe, dass Ende Januar klar ist, wer stellvertretender Bezirksvorsteher beziehungsweise stellvertretende Bezirksvorsteherin wird. Die Bewerbungen werden Anfang des Jahres gesichtet. Mitte/Ende Januar sollen dann die Bewerbungsgespräche stattfinden.
Dann geht es für Sie gleich nach Silvester weiter?
Ja, deshalb werde ich auch nur kurz zum Jahreswechsel in Berlin bei Freunden bleiben.
Was erwartet die Botnanger denn 2018?
Eine ganze Menge! Da wäre natürlich das erste Sanierungsgebiet im Bezirk. Es gibt mittlerweile eine Begleitgruppe, die sich aus knapp 20 Botnangern zusammensetzt. Die Mitglieder kommen aus verschiedenen Vereinen und Institutionen des Bezirks und sollen einen Querschnitt der Botnanger Bevölkerung bilden.
Was ist die Aufgabe der Begleitgruppe?
Es gibt ein Budget in Höhe von jährlich 6000 Euro, das die Begleitgruppe ohne große Bürokratie einsetzen kann. Derzeit ist unter anderem geplant, Stellwände für die Bürgerbeteiligung anzuschaffen. Zudem kümmert sich die Begleitgruppe auch um die verschiedenen Arbeitsgemeinschaften, die ins Leben gerufen wurden.
Welche sind das zum Beispiel?
Die Arbeitsgemeinschaft Kinder und Jugendliche hat sich schon getroffen. Jeder, der möchte, kann sich da einbringen. Das sind öffentliche Veranstaltungen. Beim ersten Treffen ging es um den Spielplatz an der Kauffmannstraße und den Bolzplatz an der Franz-Schubert-Schule. Beide Projekte sollen in Angriff genommen werden. Das wurde bei dem Treffen einstimmig beschlossen. Es wurden auch schon gute Ideen gesammelt, wie man beide Spielflächen aufwerten kann. Nun wird geschaut, was umsetzbar ist und was nicht.
Gibt es weitere Arbeitsgemeinschaften im Rahmen des Sanierungsprogramms?
Ja, für 2018 ist auch geplant, über die Gestaltung und Verkehrsführung der Franz-Schubert- und der Alten Stuttgarter Straße zu diskutieren. Im Februar soll ein Stadtspaziergang stattfinden, bei dem alle wichtigen Stellen bezüglich der geplanten Projekte angeschaut werden. Die Umsetzung wird dann sicherlich noch etwas dauern. Aber ich denke in zwei bis drei Jahren wird man ein paar Ergebnisse sehen können.
Solange wird es bis zur offiziellen Einweihung des Marktplatzes nicht mehr dauern.
Im Frühjahr soll es soweit sein. Viel ist nicht mehr zu tun. Das Thema wird eher sein, wie die Fläche das Jahr über bespielt wird. Wenn Bürger Ideen haben, dürfen sie gerne zu mir kommen, und wir schauen, ob das umgesetzt werden kann. Auf jeden Fall wird das Straßenfest 2018 wieder rund um den Marktplatz stattfinden.
Gibt es schon einen Termin und was wird geboten?
Es ist zwar noch nicht klar, wie das neue Straßenfest heißen wird, aber dafür steht der Termin schon fest: Gefeiert wird am Freitag, 20. Juli, ab 18 Uhr und am Samstag, 21. Juli. Auch einige Programmpunkte sind schon fix. Am Freitagabend soll ein DJ Schlager-Musik spielen. Am Samstag werden dann die Baaremer Luusbuäbä auftreten.
Und zwei Tage später wartet schon der nächste Höhepunkt.
Das stimmt. Am Montag, 23. Juli, findet die Einwohnerversammlung mit Oberbürgermeister Fritz Kuhn statt. In der Turn- und Versammlungshalle werden die Botnanger die Gelegenheit haben, das Stadtoberhaupt und die Bürgermeister-Riege direkt ansprechen zu können. Schon im Vorfeld der Einwohnerversammlung können sich die Botnanger übrigens online unter www.stuttgart-meine-stadt.de einbringen. Zwischen dem 4. und 17. Juni haben sie die Möglichkeit abzustimmen, welche Themen von Interesse sind. Vom 18. Juni bis 9. Juli können dann konkrete Fragen für die Einwohnerversammlung angemeldet werden.
Apropos anmelden: Die Botnanger und speziell die Bezirksbeiräte hatten im Vorfeld zu den diesjährigen Haushaltsberatungen des Gemeinderats auch einige Wünsche angemeldet. Sind Sie mit dem Ergebnis der Haushaltsberatungen zufrieden?
Ich bin sehr froh, dass die Stadträte die Planungsmittel für das Haus der Jugend an der Beethovenstraße bewilligt haben. Jetzt kann das Projekt weiter an Fahrt aufnehmen. Ich denke bis April oder Mai wird das Haus der Jugend einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht haben.
Gab es auch etwas, das leider durchs Raster gefallen ist?
Ja, der Kreisverkehr an der Kreuzung Bauernwald-/Lehar-/Furtwänglerstraße hat leider keine Mehrheit gefunden. Mit dem Kreisverkehr könnte die letzte Lücke der Radverbindung zwischen Feuerbach und Botnanger Ortskern geschlossen werden.
Wie sehen denn die Wünsche der Botnanger Bezirksvorsteherin für 2018 aus?
Ich wünsche mir natürlich, dass im kommenden Jahr das Planungsrecht für das Haus der Jugend geschaffen wird. Zudem hoffe ich, dass es für das Grundstück der katholischen Kirche im Laihle eine gute Lösung für Botnang geben wird. Wenn dann noch das Straßenfest ein voller Erfolg wird, der Fair-Trade-Gedanke weiterhin in Botnang verankert bleibt und der Ortsbus auch 2018 so gut angenommen wird wie bisher, dann wird das ein sehr gutes Jahr!
Das Gespräch führte Torsten Ströbele
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