Stuttgart-Degerloch Bahn sprengt wieder für den Fildertunnel

Von jub 

Von diesem Donnerstag, 27. Juli, an könnten manche Degerlocher wieder ein Grollen aus dem Erdreich vernehmen. Die Bahn kündigt an, weitere Sprengungen für den Fildertunnel des Projekts Stuttgart 21 durchzuführen.

Der 9,5 Kilometer lange Tunnel soll den Hauptbahnhof mit der 155 Meter höher gelegenen Filderebene verbinden. Foto: Lichtgut/ Achim Zweygarth
Der 9,5 Kilometer lange Tunnel soll den Hauptbahnhof mit der 155 Meter höher gelegenen Filderebene verbinden. Foto: Lichtgut/ Achim Zweygarth

Degerloch - Einige Degerlocher dürften über diese Nachricht wohl wenig erfreut sein: Wie die Bahn ankündigt, werden von diesem Donnerstag, 27. Juli, an erneut Sprengungen für den Fildertunnel des Projekts Stuttgart 21 durchgeführt. Die circa 9,5 Kilometer lange Röhre soll künftig den Hauptbahnhof mit dem Flughafen verbinden. Der Tunnel wird in einer Tiefe von 117 Metern auch unter der Großen Falterstraße in Degerloch verlaufen.

Klagen über Lärm und angebliche Hausschäden

„Trotz der großen Überdeckung, das ist der Bereich zwischen der späteren Gleislage im Tunnel und der Geländeoberkante, können durch die geologischen Gegebenheiten die Lockerungssprengungen in der Oströhre in Form eines dumpfen ‚Grollens‘, das mehrere Sekunden andauert, wahrgenommen werden“, schreibt die Bahn in einer Anwohnerinformation, die in den vergangenen Tagen bei den betroffenen Degerlochern in die Briefkästen geworfen wurde. Die Tunnelarbeiten finden auch nachts statt – rund um die Uhr an sieben Tagen der Woche.

Nach den Sprengungen im Frühjahr dieses Jahres hatten sich mehrere Degerlocher über die erhebliche Lärmbelästigung beschwert. Ein Degerlocher Anwohnerpaar klagte sogar über Risse in der Fassade ihres Hauses, die durch die unterirdischen Bauarbeiten entstanden seien. Beweisen konnten sie dies nicht.

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