Stuttgart-Degerloch Ungewöhnliche Kunstaktion im Wald

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Seit 5 Uhr morgens war der Künstler Gijs van Bon am Dienstag unweit des Haus des Waldes zugange. Mithilfe seines selbst gebauten Roboters schrieb er mit Sand einen 400 Meter langen Schriftzug auf den Waldboden. Per Drohne wurde die Aktion von oben gefilmt.

Schüler der Wilhelm-Hauff-Schule beobachten den niederländischen Künstler Gijs van Bon und seinen selbst gebauten Roboter bei der Arbeit. Foto: Julia Bosch
Schüler der Wilhelm-Hauff-Schule beobachten den niederländischen Künstler Gijs van Bon und seinen selbst gebauten Roboter bei der Arbeit. Foto: Julia Bosch

Degerloch - Eine ungewöhnliche Kunstaktion gab es am Dienstagmittag, 21. März, unweit des Haus des Waldes in Stuttgart-Degerloch zu bewundern: Mit einem selbst gebauten Roboter schrieb der niederländische Aktionskünstler Gijs van Bon unter der Beobachtung von zahlreichen Kindern auf 400 Metern Länge die Wünsche für den Wald der Zukunft mit feinem, weißen Sand auf den Waldboden.

Für die Kunstaktion musste der Niederländer am Dienstag früh aufstehen: „Seit 5.30 Uhr bin ich hier am Haus des Waldes zugange“, sagte van Bon. Am Anfang des Schriftzugs stand: „Ich wünsche mir ...“ und anschließend in 50 Stichpunkten die beliebtesten Wünsche von 2448 Menschen, die im Internet und bei einer Befragung des GfK-Instituts ihre Ideen für den Wald preisgaben – wie etwa weniger Müll, ein sicheres Zuhause für Wildtiere oder saubere Luft.

Die meisten wünschen sich Schutzraum für Tiere und Pflanzen

Insgesamt wurden 4715 Wünsche ausgewertet: 52 Prozent der Befragten wünschen sich einen Wald, in dem die Natur und die in ihr lebenden Arten geschützt existieren können. 21 Prozent äußerten den Wunsch, dass der Wald zwar schützenswert sei, aber kein Schutzreservat sein soll. Denn die Deutschen schätzen den Wald als Arbeits- und Schulungsort. Sie wünschen sich, dass er auch in Zukunft für Forstwirtschaft, Tourismus und Bildung offenstehen soll und den Menschen Holz und Lebensmittel wie Wild, Pilze und Früchte schenken soll. Auf Platz drei der Wünsche stehen Erholung, Freizeit und Sport im Wald.

Mit der Kunstaktion am Dienstag endet das Projekt „Wald der Wünsche“ der internationalen Organisation PEFC, die sich mit nachhaltiger Waldbewirtschaftung beschäftigt.

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