Stuttgart Demo-Teilnehmer fordern humanen Umgang mit Geflüchteten

Von Tilman Baur 

Mehrere Hundert Menschen haben am Samstagnachmittag in Stuttgart gegen die Außenpolitik der EU und Deutschlands im Umgang mit Flüchtlingen demonstriert.

Die Demonstranten hatten eine klare Meinung. Foto: Lichtgut/Julian Rettig
Die Demonstranten hatten eine klare Meinung. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Stuttgart - Unter dem Motto „Zeit zu handeln. Für eine Welt, in der niemand fliehen muss“ haben am Samstagnachmittag mehrere Hundert Menschen in der Stuttgarter Innenstadt demonstriert. Zur Großdemo hatten mehr als 40 Organisationen aufgerufen, darunter der Verein Seebrücke, Gewerkschaften, antimilitaristische und antikapitalistische Aktivisten und Vertreter der Klimabewegung.

Die Redner prangerten unter anderem die Außenpolitik der EU und Deutschlands an, die ihrer Meinung nach menschenfeindlich ist, und forderten einen humaneren Umgang mit Geflüchteten. Der Ex-Kapitän des beschlagnahmten Schiffes Iuventa, das Flüchtlinge aus Seenot rettete, sagte, die EU setze seit Jahren auf Migrationsabwehr und lasse Flüchtlinge wissentlich ertrinken.

Die Teilnehmer der Demo marschierten von der Lautenschlagerstraße über den Schlossplatz, den Karlsplatz und die Eberhardstraße zum Rotebühlplatz, wo gegen 16 Uhr eine Abschlusskundgebung stattfand. Der Arzt Michael Wilk prangerte dort den laschen Umgang der Bundesregierung mit dem Krieg führenden NATO-Mitglied Türkei an. Wilk ist regelmäßig als Arzt im Kurdengebiet in Nordsyrien im Einsatz. „Was wir über den Konflikt in der Öffentlichkeit hören, ist Kriegspropaganda“, sagte Wilk.




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