Stuttgart-Fasanenhof Das Regierungspräsidium saniert die Lärmschutzwand

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Die maroden Holzelemente an der A8 werden ersetzt. Die neuen Teile aus Aluminium sollen den Krach von der Autobahn um 27 Dezibel senken. Während der Bauzeit ist der Lärmschutz auf dem Fasanenhof aber beeinträchtigt.

Die Lärmschutzwand wird derzeit abgebaut und erneuert. Foto: Sandra Hintermayr
Die Lärmschutzwand wird derzeit abgebaut und erneuert. Foto: Sandra Hintermayr

Fasanenhof - Derzeit werden die Holzelemente der Lärmschutzwand, die die Bewohner des Fasanenhofs vor dem Krach der Autobahn schützen sollen, abgerissen. Sie sind in die Jahre gekommen und müssen ausgetauscht werden. „Die dämmende Schicht der alten Elemente hatte sich weitestgehend aufgelöst“, erklärt Désirée Bodesheim, Pressereferentin des Regierungspräsidiums Stuttgart. Die maroden Holzelemente sollen durch neue, wirksamere Aluelemente ersetzt werden. Das neue Material soll den Lärmschutz merklich erhöhen, sagt Bodesheim. „Die neuen Elemente bewirken mindestens eine Minderung um 27 Dezibel.“

Grund für die Sanierung ist das Ergebnis der letzten Hauptprüfung, die im vergangenen Jahr durchgeführt wurde. Die Wand wurde dabei mit der Note 4,0 bewertet. Das sei „die schlechteste mögliche Bewertung, da die Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben ist“, sagt Bodesheim. Eine Erhöhung der Lärmschutzwand im Zuge der Arbeiten sei aus statischen Gründen nicht möglich, da die Gründung und die Stahlstützen in der bisherigen Form erhalten bleiben. Auch eine Verlängerung der Wand sei derzeit nicht vorgesehen.

Die neuen Elemente müssen erst gefertigt werden

„Die alten Elemente müssen aus artenschutzrechtlichen Gründen bis spätestens 28. Februar entfernt sein“, informiert das Regierungspräsidium. Denn in der alten Holzwand haben schützenswerte Tiere, etwa Vogelarten, genistet. Jetzt im Winter allerdings sind dort keine brütenden Vögel anzutreffen. Ab März, wenn die Brutsaison beginnt, wären die Tiere wieder geschützt gewesen. Deswegen müssen die Holzelemente vor Nistbeginn entfernt werden.

Die neuen Aluelemente müssen allerdings zunächst gefertigt werden und sollen dann nach und nach eingesetzt werden. „Bevor die neuen Elemente bestellt werden konnten, musste eine statische Berechnung erstellt werden, die erst durch einen Prüfingenieur freigegeben werden musste“, sagt Bodesheim. Bei den neuen Lärmschutzwänden handle es sich außerdem um Sonderelemente, die eine Feldlänge von sechs Metern haben. Diese müssen speziell angefertigt werden. Aus diesem Grund sei eine schnellere Erneuerung nicht möglich.

Bis zum Ende der Arbeiten im Frühjahr sei „der Lärmschutz in der Tat beeinträchtigt“, sagt Bodesheim, denn die Wand ist während dieser Zeit nicht ganz geschlossen. Darüber hinaus wird der Weg hinter der Wand in der Bauzeit nicht begehbar sein.

Der Lärmschutz ist beeinträchtigt

Der Lärmschutz beschäftigte in der Vergangenheit auch den Bürgerverein. Er unterstützte die Petition eines Fasanenhofers, der im vergangenen Jahr eine Temporeduzierung auf der Autobahn und der B 27 forderte. Auch in der Januarsitzung des Möhringer Bezirksbeirats war der Lärm Thema. Die Lokalpolitiker hatten einen Antrag ausgearbeitet, in dem sie einen Bericht über den aktuellen Sachstand beim Lärmschutz zwischen dem Stadtteil und der A 8 fordern. Der überalterte Lärmschutz sei an die stark erhöhte Verkehrsfrequenz anzupassen. Mit dem Austausch der Holzelemente durch Aluminium kommt das Regierungspräsidium dieser Forderung zumindest in Teilen nach.

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