Stuttgart gegen Karlsruhe bei Viagogo KSC-Karten für 650 Euro - VfB jagt Ticket-Sünder

Von Markus Merz 

Erst am Dienstag wurde der Vorverkauf für das Spiel des VfB Stuttgart gegen den Karlsruher SC für Mitglieder gestartet. Nur Stunden später wurden im Internet bei Viagogo horrende Preise aufgerufen. Der VfB geht dagegen vor.

Die Ticket-Börse Viagogo ist den Fans des VfB Stuttgart schon länger ein Ärgernis. Vor dem Derby gegen den KSC zeigt sich nun wieder, warum dem so ist. Foto: Pressefoto Baumann
Die Ticket-Börse Viagogo ist den Fans des VfB Stuttgart schon länger ein Ärgernis. Vor dem Derby gegen den KSC zeigt sich nun wieder, warum dem so ist. Foto: Pressefoto Baumann

Stuttgart - Der VfB Stuttgart und die Internet-Ticket-Börse Viagogo verband bis Sommer 2014 eine Zusammenarbeit, die von vielen Seiten kritisch gesehen wurde. Schon auf der vorausgegangen Mitgliederversammlung im Jahr 2013 hatte sich großer Ärger breit gemacht, gefolgt von der Ankündigung, den Vertrag nicht mehr fortzuführen.

Dennoch: Ärger im Zusammenhang mit Eintrittskarten des VfB Stuttgart gab es weiterhin. So auch vor dem Kracher im Abstiegskampf beim SC Paderborn.

Jetzt, im Vorlauf des Zweitliga-Derbys zwischen dem VfB und dem Karlsruher SC am 9. April um 13.30 Uhr, finden und fanden sich bei Viagogo teilweise wieder horrende Preise.

Zwei KSC-Karten für 650 Euro

Erst am Dienstagmorgen um 10 Uhr war der exklusive Vorverkauf für Mitglieder des VfB gestartet, hatte sofort für einige Server-Probleme ob der großen Nachfrage geführt und in der Folge auch die Verantwortlichen des VfB auf den Plan gerufen.

Denn: Bereits am Dienstagnachmittag fanden sich bei Viagogo zwei Karten für das Derby, die für 650 Euro angeboten wurden. Eigentlich sind die Tickets aber nur einen Bruchteil des Preises wert.

Viele weitere Angebote dieser Art trudelten in den folgenden Stunden bei der Internetticketbörse ein. Im Netz breitete sich sofort großer Ärger ein und der VfB versprach, sich auf die Jagd nach den Ticket-Sündern zu begeben.

VfB prüft rechtliche Schritte

Gegenüber unserer Redaktion sagte ein Sprecher des VfB: „Wir haben die Verkäufe sehr genau im Auge und behalten uns gegebenenfalls rechtliche Schritte vor.“ Vorausgesetzt der Verein kommt den Mitgliedern auf die Schliche. „Das ist nicht ganz einfach. Aber wir appellieren einfach an unsere Mitglieder, den exklusiven Service nicht derart auszunutzen.“

Auf Unverständnis stößt die Aktion auch bei den Fanclubs des VfB. Joachim Schmid von den RWS Berkheim sagt: „Das ist die größte Frechheit überhaupt. Zumal es von den eigen Fans ausgeht und am Ende auch die eigenen Fans trifft.“

VfB Stuttgart - 2. Bundesliga

lade Widget...

Tabelle

lade Widget...
Komplette Tabelle