„Stuttgart goes live“ Hoffnungszeichen für die Kulturszene

Mit dabei: der Slampoet Sebastian23 Foto: Christoph Neumann
Mit dabei: der Slampoet Sebastian23 Foto: Christoph Neumann

Bei der zweiten Auflage von „Stuttgart goes live“ bieten am Montag Staatsorchester, Bix, Popbüro, Literaturhaus und Kunstmuseum ein buntes Online-Event aus fast allen Kunstgenres.

Kultur: Susanne Benda (ben)
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Stuttgart - Es wird eine lange Nacht der Stuttgarter Kultur. Es wird ein Lebens- und Hoffnungszeichen. Und es wird ein Blick auf eine bunten Szene ohne Scheuklappen und Etiketten. „E“ und „U“, Pop und Klassik, Rilke und Poetry-Slam, Schubert und Jazz: All das ist beim zweiten Abend mit dem Titel „Stuttgart goes live“ am Montag (22. März) ab 19 Uhr zu erleben. Der neue Oberbürgermeister Frank Nopper hat die Schirmherrschaft übernommen, und wer angesichts der gebotenen Vielfalt und Qualität den kostenlos angebotenen Stream honorieren möchte, der sollte das unbedingt tun, denn die Spenden kommen über die Künstlerinnensoforthilfe Stuttgart und den Nothilfefonds der Deutschen Orchesterstiftung Künstlern zugute, die durch die Coronapandemie in Existenznot geraten sind.

Beim ersten Durchgang von „Stuttgart goes live“ kamen gut 10 000 Euro zusammen. „Endlich“, so Frank Nopper, „können die Stuttgarterinnen und Stuttgarter wieder erleben, was Strahlkraft und Vielfalt unserer Kulturszene ausmacht. ‚Stuttgart goes live‘ ist hoffentlich der erste Schritt zur neuen Normalität.“

Slam-Poetry zwischen Klassik, Kunst und Literatur

Ein kleines Vorspiel gibt’s ab 18.30 Uhr auf dem Instagram-Kanal des Kunstmuseums – mit einer virtuellen Führung durch die Ausstellung „Wände/Walls“. Für den musikalischen Auftakt sorgen dann ab 19 Uhr das Stuttgarter Staatsorchester und sein Chefdirigent Cornelius Meister, die im Beethovensaal der Liederhalle Werke von Manuel de Falla, Kaija Saariaho und Franz Schubert aufführen. Die Pause füllt der studierte Philosoph Sebastian 23 mit Slam-Poetry, und für die Zuschauer will man obendrein die Möglichkeit zum Austausch schaffen.

Weiter geht’s ab 21.30 Uhr im Jazzclub Bix mit einem Brückenschlag zwischen Jazz und Klassik – u. a. spielen Jazzmusiker (Band in the Bix) gemeinsam mit Musikern des Staatsorchesters eine Bearbeitung von Maurice Ravels Streichquartett. Um 22 Uhr geht es weiter zum Singer-Songwriter Tiemo Hauer ins Laboratorium, und ab 22.30 Uhr kommt DJ Eric Bee live aus dem Perkins Park. Außerdem präsentiert das Literaturhaus eine Vorschau auf das neue Hörbuch „Paris“ – mit Gedichten von Rilke und Musik von Erik Satie, gespielt von Olivia Trummer.

Streams: http://www.staatsoper-stuttgart.de/live . Die Teilnahme ist gratis, eine Anmeldung jedoch erforderlich.




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