Stuttgart-Lauf in der Corona-Krise So funktioniert die virtuelle Ersatzveranstaltung

Von Lena Hummel 

Wegen Corona findet der Stuttgart-Lauf in diesem Jahr virtuell statt. Aber was heißt das eigentlich? Wie werden Zeit und Strecke erfasst, und was kostet die Teilnahme? – Die Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Im Wald, über Felder, auf dem Trimm-Dich-Pfad – beim virtuellen Stuttgart-Lauf entscheiden die Sportler selbst, wo sie laufen (Symbolbild). Foto: imago/Arnulf Hettrich
Im Wald, über Felder, auf dem Trimm-Dich-Pfad – beim virtuellen Stuttgart-Lauf entscheiden die Sportler selbst, wo sie laufen (Symbolbild). Foto: imago/Arnulf Hettrich

Stuttgart - Die Corona-Pandemie hat die Sportwelt in einen Ausnahmezustand versetzt: die Olympischen Spiele wurden verschoben, Wimbledon abgesagt und Profifußballer spielen nach einer Unterbrechung der Saison ohne Zuschauer weiter. Der Stuttgart-Lauf, der längst einen Platz im Veranstaltungskalender der Landeshauptstadt hat, findet zwar statt – allerdings nur virtuell. Wir erklären, was das bedeutet.

Was ist der virtuelle Stuttgart-Lauf?

Der virtuelle Stuttgart-Lauf ist eine Ersatzveranstaltung für das Massenevent am letzten Juniwochenende. Beim virtuellen Lauf läuft jeder für sich – ganz egal wo. Strecke und Zeit werden mit dem Handy aufgezeichnet.

Wie kann ich mich anmelden?

Wer beim virtuellen Stuttgart-Lauf teilnehmen möchte, gibt online seine Daten ein. Wie beim regulären Lauf auch, können alle Sportler zwischen einem Halbmarathon und einer Strecke von sieben Kilometern wählen, die entweder gejoggt oder gegangen werden kann. Auch einen Inline-, Rollstuhl- und Handbike-Halbmarathon gibt es, ebenso wie ein Rollstuhl- und Handbike-Rennen (sieben Kilometer), und unterschiedliche Angebote für Kinder.

Wie lange kann ich mich anmelden und wann kann ich laufen?

Die Anmeldung zum virtuellen Stuttgart-Lauf ist bis 27. Juni, 9.30 Uhr, über die Internetseite möglich. Wer schon vorher gemeldet war, kann ab Samstag, 0 Uhr, loslaufen. Bis Sonntag, 23.59 Uhr, können Ergebnisse eingereicht werden.

Wie werden Zeit und Strecke erfasst?

Zeit und Strecke werden mit der „mika:timing-App“ erfasst. Wer diese nutzt, sieht, wo er gerade laufen würde, wenn er auf der Stuttgart-Lauf-Strecke unterwegs wäre – inklusive Zieleinlauf in der Mercedes-Benz Arena. Die Ergebnisse werden automatisch in die Ergebnisliste eingetragen.

Lesen Sie hier: Was die Absage des Stuttgart-Laufs für den Veranstalter bedeutet

Auch andere Anwendungen wie Fitbit oder Strava können verwendet werden. Dann müssen die Läufer ihre Ergebnisse allerdings selbst beim Veranstalter einreichen. Gleiches gilt für Sportler, die lieber ohne Handy laufen: Zeit auf der Armbanduhr stoppen, abfotografieren und so am Wettbewerb teilnehmen – alles auf Vertrauensbasis. Voraussetzung für die Berücksichtigung im Wettbewerb ist natürlich, dass die gemeldete Distanz zurückgelegt wurde.

Sind die Leistungen vergleichbar?

Nein, denn Höhenmeter werden nicht berücksichtigt, der Lauf kann unterbrochen und beispielsweise erst am nächsten Tag fortgesetzt werden. Für die Veranstalter ist die mangelnde Vergleichbarkeit zweitrangig. Schließlich gehe es beim Stuttgart-Lauf nicht darum, den Wettkampf zu forcieren, sondern Menschen zum Sporttreiben zu bewegen.

Wie hoch ist die Startgebühr?

Wer am virtuellen Stuttgart-Lauf teilnehmen möchte, zahlt eine Startgebühr von sechs Euro – unabhängig von der Strecke und der Altersklasse. Das gilt nicht für Starter, die bereits vor der Absage für den Stuttgart-Lauf gemeldet waren und sich für die Gutschein-Option oder eine Spende entscheiden haben. Für sie ist der virtuelle Lauf kostenlos. Wer jetzt schon einen Gutschein für den Lauf 2021 kauft, startet beim virtuellen Lauf ebenfalls ohne zusätzliche Kosten.

Wird es in diesem Jahr noch einen regulären Stuttgart-Lauf geben?

Das kann der Veranstalter noch nicht sagen. Wegen der Corona-Pandemie sind Großveranstaltungen bis 31. Oktober untersagt.

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