Stuttgart-Möhringen Die Filderbahnstraße wird zur Baustelle

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Roland Kurz vom Tiefbauamt hat im Bezirksbeirat seine To-do-Liste 2018 für Stuttgart-Möhringen vorgestellt. Es stehen viele Projekte an, Autofahrer müssen mit Verkehrsbehinderungen rechnen.

Der Umbau der Filderbahnstraße ist in diesem Jahr das größte Projekt. Foto: Archiv J. Sägesser
Der Umbau der Filderbahnstraße ist in diesem Jahr das größte Projekt. Foto: Archiv J. Sägesser

Möhringen - In diesem Sommer soll es endlich losgehen. Das Tiefbauamt nimmt den Umbau der nördlichen Filderbahnstraße in Angriff. Das Projekt sei derzeit ausgeschrieben, sagte Roland Kurz in der jüngsten Sitzung des Möhringer Bezirksbeirats. Er sei guter Dinge, dass ein passendes Angebot erfolge, auch wenn es mit den Ausschreibungen zurzeit wegen der Auslastung der Firmen schwierig sei. Stand jetzt geht Kurz davon aus, dass das Tiefbauamt in einigen Wochen einen Auftrag vergeben kann. Die Netze BW jedenfalls verlegt noch vor den Sommerferien neue Leitungen in der Filderbahn­straße. Danach will das Tiefbauamt beginnen.

Umbau kostet 1,5 Millionen Euro

Geplant ist eine Art Boulevard. Die Fahrbahn wird auf sechs Meter verschmälert, dafür werden die Gehwege auf zwei Meter verbreitert. Zwischen Fahrbahn und Gehsteig sind Parkplätze vorgesehen, allerdings unterbrochen durch Baumbeete. Elf neue Bäume werden gepflanzt und mehrere Sitzbänke aufgestellt. An den Kreuzungen soll die Barrierefreiheit gewährleistet sein, etwa durch abgesenkte Bordsteine und Blindenleitsysteme. Außerdem wird die Straßenbeleuchtung erneuert. Der Abschnitt wird eine Tempo-30-Zone. Das Projekt kostet etwa 1,5 Millionen Euro. Die Arbeiten dauern bis Mai 2019.

Die Grünen im Möhringer Bezirksbeirat regten an, dass die Anwohner und Geschäftsleute bei einer Bürgersprechstunde Einzelheiten über die Umgestaltung der Filderbahnstraße erfahren. In jedem Fall wird das Tiefbauamt mit Briefen noch einmal genauer informieren.

Außerdem will das Tiefbauamt zwei Kanäle sanieren lassen. Das Projekt zwischen der Unteren und der Oberen Brandstraße schließt auch die Instandsetzung der Hechinger Straße in diesem Bereich ein. Der zweite Kanal, der erneuert wird, befindet sich im Bereich Saarland-/Öläcker­straße.

Darüber hinaus steht der Ausbau der Sigmaringer Straße zwischen Gammertinger Straße und dem Ortsausgang an. Das Tiefbauamt will im Februar 2019 mit dem Projekt beginnen. In dem Bereich, wo gebaut wird, werden auch die geplanten Radwege erstellt. Der Radweg weiter bis nach Degerloch ist aber ein gesondertes Projekt.

Neues Regenspeicherbecken

Auch in Sonnenberg wird gebaut. Im Juli beginnen das Tiefbauamt und der Eigenbetrieb Stadtentwässerung Stuttgart (SES) mit dem Umbau des Regenspeicherbeckens im Gebiet Betzengaiern. Hintergrund ist die EU-Wasserrahmenrichtlinie. Diese schreibt vor, dass an sich sauberes Regenwasser vom Schmutzwasser getrennt wird. Erreicht wird das, indem bei einsetzendem Regen der erste Schmutzwasserstoß – das ist vor allem stark verunreinigtes Oberflächenwasser von Straßen und Plätzen – über einen Zulaufkanal in der Laustraße in das Regenüberlaufbecken geleitet wird. Erst wenn dieses voll ist, gelangt das saubere Regenwasser in ein Regenspeicherbecken. Von dort aus fließt es gedrosselt zur Schwälblesklinge. Die Arbeiten dauern etwa ein Jahr. Das Projekt kostet zwei Millionen Euro.

Auf der Lohäckerstraße sind vorerst keine großen Maßnahmen geplant. Der Endausbau der Straße und der Gehwege steht nach wie vor aus. Doch dafür braucht die Stadt Flächen, die in Privatbesitz sind. Bisher gibt es keine Einigung. Für die Bauabteilung heißt das laut Kurz: „Wir machen nur so viel, wie notwendig ist, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.“

Landhauskreuzung in Planung

Spannend wird es in einigen Jahren an der Landhauskreuzung. Denn dort sind bereits deutliche Spurrillen erkennbar. „Die Straße wurde Anfang der 90er Jahre gebaut und hat jetzt ihr Soll auf dem Buckel“, sagte Kurz. Es habe bereits Probebohrungen gegeben. Das Ergebnis: Nur die oberen acht bis zehn Zentimeter müssen erneuert werden, der Untergrund der Straße ist okay. Dennoch ist eine Straßenerneuerung in diesem Bereich für das Tiefbauamt „eine große Herausforderung“, denn das Verkehrsaufkommen ist immens. „Vielleicht nehmen wir das 2020 in Angriff. Bis dahin haben wir die Einzelheiten geklärt“, sagte der Mitarbeiter des Tiefbauamts.

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