Stuttgart nach Singen Bundestag gibt dem Ausbau der Gäubahn höchste Priorität

Von red/dpa/lsw 

Der Ausbau der Gäubahn ist einen entscheidenden Schritt vorangekommen: Der Bundestag stufte das Projekt am Freitag in den „Vordringlichen Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans hoch.

Die Gäubahnstrecke ist eine wichtige Verbindung für weitere Bahnstrecken. Foto: dpa
Die Gäubahnstrecke ist eine wichtige Verbindung für weitere Bahnstrecken. Foto: dpa

Stuttgart - Der Ausbau der Gäubahn ist einen entscheidenden Schritt vorangekommen: Der Bundestag stufte das Projekt am Freitag in den „Vordringlichen Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans hoch. Damit habe der Ausbau der Strecke nun höchste Priorität, sagte der Vorsitzende der baden-württembergischen CDU-Abgeordneten im Parlament, Andreas Jung. Der Bund plane für den Ausbau der Gäubahn rund eine halbe Milliarde Euro ein.

Die Gäubahn geht von Stuttgart nach Singen und ist eine wichtige Verbindung für die weitere Bahnstrecke in die Schweiz und nach Italien. Sie soll unter anderem zweigleisig ausgebaut werden. Mit den Investitionen in die Strecke und mit Neigezügen könnte die Fahrzeit zwischen Stuttgart und Zürich laut eines vom Land vorgelegten Gutachtens um rund 20 Minuten verkürzt werden. Bislang war das Projekt aber nicht im „Vordringlichen Bedarf“ - das heißt, der Ausbau hätte sich hinziehen können.

Jahreszahl nennen die Verantwortlichen noch nicht

„Der Bund hat nun getan, was er tun konnte. Und er hat klar gemacht, es scheitert nicht am Geld“, teilten Jung und der verkehrspolitische Sprecher Steffen Bilger gemeinsam mit. „Jetzt ist die Bahn am Zug, sie muss die Planungen vorantreiben und die Weichen für Neigetechnik stellen.“ Die Neigetechnikzüge führen mit bis zu 160 Kilometer pro Stunde deutlich schneller als herkömmliche Züge. Nur mit ihnen könne die Fahrzeitverkürzung von rund 20 Minuten erreicht werden.

Bei der weiteren Planung sei es noch schwer, eine Jahreszahl zu nennen, sagte Jung. Er erwarte aber von Bund, Land und Bahn, dass der Ausbau deutlich vor 2030 fertig sei. „Wir können nicht noch einmal 15 Jahre warten.“

Im Bundesverkehrswegeplan werden die wichtigsten Verkehrsprojekte des Bundes benannt. Diese Planung wird fortgeschrieben, jetzt geht es um den Zeitraum bis 2030.