Stuttgart-Neugereut Diskussion um Sonnenschutz fürs Bistro

Von Iris Frey 

Die Nutzer kritisieren auch den fehlenden Bistro-Ausgang zum Marktplatz.

Für Sonnenschutz im Bistro des Familienzentrums sorgen zwei Markisen. Foto: Iris Frey
Für Sonnenschutz im Bistro des Familienzentrums sorgen zwei Markisen. Foto: Iris Frey

Neugereut - Das Bistro im neuen Stadtteil- und Familienzentrum soll mehr Sonnenschutz erhalten. Das hat die SPD im vergangenen Herbst gefordert. So soll das Bistro mit einer großen Schiebetür zum Marktplatz hin ausgestattet, die Scheiben mit Thermoschutzfolie beklebt oder durch eine Sonnenschutzverglasung ausgetauscht werden, lautete die Forderung. Auch Rollläden wurden angeregt. Begründet wurde die Maßnahme damit, dass das Bistro den ganzen Tag der prallen Sonne ausgesetzt ist.

Schiebetüren waren nicht eingeplant

Ingo-Felix Meier, neuer Geschäftsführer der Stuttgarter Jugendhaus gGmbH und Nachfolger Sieghard Kelles, hat nun geantwortet. Er freue sich, dass der Treffpunkt rege besucht werde. Dies liege sicher auch daran, dass alle Nutzer in die Entscheidungen von Beginn des Bauvorhabens an einbezogen worden seien. Etlichen Wünschen von Bürgern habe entsprochen werden können, so Meier. Die Schiebetüren seien aus unterschiedlichen Gründen von Architektenseite aus nie vorgesehen worden, räumt er ein. In den Bauunterlagen fänden sich hierzu keinerlei Hinweise.

Zum Schutz gegen die Sonne seien an der betreffenden Seite zwei Markisen angebracht worden. Meier erklärt, dass dies möglicherweise in einem Sommer wie im Jahr 2018 nicht als ausreichend empfunden werde. Als Träger, Kooperationspartner und ehemaliger Bauherr sei er, wie die Stadt als Besitzer des Gebäudes, interessiert daran, Optimierungsmaßnahmen soweit möglich . Dies sei jedoch nicht uneingeschränkt aus Reserven möglich, so Meier.

Öffnung zum Marktplatz erwünscht

Bezirksvorsteher Ralf Bohlmann kündigte an, dass man das beobachten und bei Bedarf prüfen müsse, ob eine Klimatisierung möglich sei. Stadtplanerin Karin Lauser erklärt: „Für uns vom Bürgergremium und der Stadt war es immer selbstverständlich, dass die Öffnung zum Marktplatz erfolgt. Es ist aber anders erfolgt. Bei der Bauabnahme haben wir es schon moniert.“ Für sie sei nicht nachvollziehbar, ein Bistro mit Vollverglasung zu konstruieren, ohne dass man es öffnen kann. Die Vorhänge im Bistro verhindern nicht die Sonneneinstrahlung“, betont Lauser.

SPD-Bezirksbeirätin Jana Schuster ist mit der Antwort Meiers nicht zufrieden. „Es stand in der Ausschreibung, dass das Bistro mit Öffnung zum Marktplatz eine Außenbewirtschaftung ermöglichen soll.“ Auch sei ein wirtschaftlicher und ökologisch optimierter Wärmeschutz gefordert worden, ohne den Einsatz von Kältemaschinen. „So kann der Marktplatz nicht bewirtschaftet werden.“ Meier entgegnete darauf, er werde sich weiteren Gesprächen und Ideen nicht verweigern.

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