Stuttgart-Plieningen Die neue S-21-Baustraße ist für die Landwirte zu steil

Von Jacqueline Fritsch 

Für die Radler gibt es Hoffnung für die Fahrt von Stuttgart-Plieningen nach Echterdingen. Sie mussten seit Anfang des Jahres umständliche Umleitungen fahren. Die Bauern indessen leiden, weil die Baustraße zu hoch ist.

Die Bauern, die in dem Bereich nahe der Messe Felder bewirtschaften, haben Nachteile durch die höher gelegte Straße.. Foto: privat
Die Bauern, die in dem Bereich nahe der Messe Felder bewirtschaften, haben Nachteile durch die höher gelegte Straße.. Foto: privat

Plieningen - Die Arbeiten für Stuttgart 21 an der Echterdinger Straße sind den Plieningern schon lange ein Dorn im Auge. Und dann: Anfang des Jahres wurde der Radweg nach Echterdingen sehr kurzfristig gesperrt, um dort eine Baustraße anzulegen. Eben diese ist nun etwa einen Meter höher gelegt worden, sodass Landwirte ihre Felder von dort aus nicht mehr anfahren können. „Es ist einfach zu hoch“, sagt Michael Gehrung, landwirtschaftlicher Ortsobmann, „meine Kollegen haben sich alle beschwert“.

Laut der Deutschen Bahn sei es nötig gewesen, die Baustraße anzuheben, um darunter liegende Leitungen zu schützen. Die Zufahrt zu den Feldern in diesem Bereich sei über einen bestehenden Feldweg weiter nördlich gewährleistet. Zum Leidwesen von Landwirten wie Michael Gehrung aber eben nur über diesen einen Weg. „Ich muss jetzt immer auf dem Acker umdrehen“, sagt er. Dass das dem Feld nicht guttut, müsse er nicht extra betonen. „Dass dort eine Baustraße hinkommt, war klar, aber wir sind davon ausgegangen, dass sie flach sein wird“, sagt Gehrung.

Die Umleitungen seien zu umständlich für Radfahrer

Indes gibt es für die Radfahrer an dieser Stelle nun Hoffnung auf eine deutliche Verbesserung: Von Juli an soll ein provisorischer Radweg zwischen der Baustraße und der Echterdinger Straße entstehen. Laut Deutscher Bahn wird dieser Ende August in Betrieb genommen. Mit dieser Lösung sind die Politiker vor Ort erst einmal zufrieden – Hauptsache, es gibt wieder eine ununterbrochene Verbindung nach Echterdingen, meint Ulrich Berger, SPD-Bezirksbeirat. Bereits im März beantragten die Bezirksbeiräte einstimmig, dass der Radweg im Bereich der neuen Baustraße wiederhergestellt werden soll. Zu umständlich sind die Umleitungen. Seit Anfang des Jahres werden Radfahrer von der Echterdinger Straße an umgeleitet; entweder über einen Umweg über den Fasanenhof nach Echterdingen oder zwischen den Boschparkhäusern hindurch. Letzterer Weg endet jedoch immer noch im Bereich der Messe, da der weitere Verlauf der Strecke wegen der Arbeiten an der Verlängerung der Stadtbahnlinie U6 gesperrt ist.

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