Stuttgart-Plieningen Das ist zu beachten, damit die Biotonne geleert wird

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Seit dem Frühjahr ist die braune Tonne auf der Filderebene Pflicht. Dass die Bioabfälle beim Abfuhrtermin abgeholt werden, ist allerdings nicht sicher. Um die Leerung zu gewährleisten, ist von den Bürgern Präzisionsarbeit gefragt.

Der städtische Abfallbetrieb AWS holt die braune Tonne nicht automatisch ab, sondern nur, wenn sie am Gehwegrand positioniert wird. Foto: dpa
Der städtische Abfallbetrieb AWS holt die braune Tonne nicht automatisch ab, sondern nur, wenn sie am Gehwegrand positioniert wird. Foto: dpa

Plieningen - Über die braunen Tonnen ärgert sich der Plieninger Bezirksbeirat Thomas Plagemann schwarz. Präziser ausgedrückt sind es nicht die Biotonnen selbst, sondern der städtische Eigenbetrieb Abfallwirtschaft (AWS), an dem sich Plagemann reibt. Er habe bereits einigen Schriftverkehr mit der AWS gehabt, nachdem die Biotonne im Frühjahr auch für Plieninger Haushalte verpflichtend wurde. Die braune Tonne würde nicht geleert, wenn sie in einer Reihe mit der grauen und der grünen Tonne am Grundstückrand stehe. „Wenn die Tonne ein bisschen verschoben wird, dann nimmt die Müllabfuhr sie mit“, sagt er.

Nicht nur ihm gehe es so, sondern auch vielen anderen Plieningern. Plagemann will von 50 Biotonnen wissen, die ihre Besitzer auch nach dem Leerungstermin gefüllt vorfanden, weil der Standort der Tonne aus Sicht der Müllabfuhr offenbar der falsche gewesen sei.

Mitarbeiter achten genau auf den Standort der Tonne

Die Sprecherin der AWS, Annette Hasselwander, bestätigt, dass die Mitarbeiter der Müllabfuhr genau darauf achten, wo die Tonnen abgestellt werden. Sie müssten am Tag der Abfuhr bis spätestens 6.45 Uhr am äußersten Rand des Gehweges zur Straße hin stehen. Gibt es keinen Gehweg, seien die Tonnen am äußersten Straßenrand zu parken. „Dies gilt auch, wenn die Biotonne auf dem Grundstück zusammen mit den anderen Behältern – graue und grüne Tonne – direkt angrenzend am Gehwegrand steht“, teilt Hasselwander mit.

Hasselwander begründet dieses strikte Vorgehen damit, dass die Leerung der Biotonne nur ein städtischer Teilservice sei. „Bleibt die Tonne bei den anderen stehen, geht das AWS-Personal davon aus, dass eine Leerung nicht erforderlich ist“, erklärt Hasselwander. In anderen Worten sind die Bürger zwar von der Stadt verpflichtet, ihren Biomüll in der braunen Tonne zu sammeln. Doch die AWS leert die Tonnen eben nur, wenn sie in der beschriebenen Form bereitgestellt werden. Ansonsten bleibe die Tonne bis zum nächsten Leerungstermin stehen.

Sicherheit spielt keine Rolle

Plagemann findet es auch aus einem anderen Grund bedenklich, dass niemand seine braune Tonne in eine Reihe mit dem grünen und grauen Behälter an den eigenen Grundstückrand stellen darf. „Wenn die Tonne am Gehwegrand steht, ist ja kaum noch Platz für Fußgänger“, sagt er. Die AWS ficht das Sicherheitsargument nicht an. Irgendwie müsse eben signalisiert werden, dass die braune Tonne eine volle Tonne ist, so Hasselwander.

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