Stuttgart bekommt Porsche Design Tower Porsche beginnt mit Hochhausbau am Pragsattel

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Am Pragsattel in Stuttgart wird mit dem Bau eines der höchsten Gebäude Stuttgarts begonnen: dem Porsche Design Tower, der ein Hotel und Büros beherbergen wird. Daneben entsteht eine Niederlassung des Sportwagenbauers aus Zuffenhausen.

So sollen das Porsche-Hochhaus und die Niederlassung am Pragsattel aussehen. Foto: moka-studio
So sollen das Porsche-Hochhaus und die Niederlassung am Pragsattel aussehen. Foto: moka-studio

Stuttgart - Die Automeile am Pragsattel und der Heilbronner Straße im Stuttgarter Norden wird um ein Großprojekt reicher: Der Bau des neuen Porsche-Zentrums und des neuen Porsche Design Towers mit einer Höhe von 90 Metern steht bevor. Nach Angaben des Zuffenhausener Sportwagenherstellers wird die Baustelle bereits eingerichtet. Nun liegen auch die Baugenehmigungen der Stadt Stuttgart für die beiden Gebäude vor. Noch im ersten Quartal 2020 soll der offizielle Spatenstich gefeiert werden.

Langes Genehmigungsverfahren

Vorausgegangen war ein heftiges Tauziehen zwischen der Stadt und den Bauherren, darunter die Porsche Design Group und die Bülow AG, um das Hochhaus namens Porsche Design Tower und der Volkswagen Immobilien Blue GmbH & Co. KG für die Porsche-Niederlassung. Zudem gab es Kritik vom Bürgerverein Pragsattel, der um die Frischluftzufuhr fürchtet. Das Verfahren zur Baugenehmigung stockte, weil „Details offen sind“, sagte im November Sven Matis, Sprecher der Stadt. Es gehe um „technische und rechtliche Aspekte“, hieß es damals. Bei Porsche bestätigte man die Verzögerungen „aufgrund laufender Abstimmungen mit der Stadt“, so eine Sprecherin. Ende Januar beseitigte dann der Technikausschuss des Gemeinderats die letzte Hürde. Er billigte, dass sich die Stadt nachträglich an Entsorgungskosten für das an die Porsche AG verkaufte Grundstück am Pragsattel beteiligt. Auf dem Gelände gibt es Altlasten, zudem reicht die Gründung der beiden Gebäude bis zu 18 Meter in die Tiefe. Dadurch fallen große Mengen Aushub an. Laut Gutachter müssen rund 170 000 Tonnen entsorgt werden. Gemäß dem Kaufvertrag muss die Stadt nun 1,45 Millionen Euro berappen.

„Wir konnten die Abstimmungen mit der Stadt erfolgreich und partnerschaftlich abschließen“, heißt es bei Porsche. Nach der Genehmigung werde nun umgehend mit dem Bau begonnen. Die Baustelle werde bereits eingerichtet. Nach dem Spatenstich begännen „umfassende Spezialtiefbauarbeiten“ und der Erdaushub. Danach stünden Roh- und Gründungsarbeiten an. Mit dem 90 Meter hohen Porsche Design Tower entsteht eines der höchsten Gebäude der Stadt. Es wird von der Bülow AG als Projektentwickler und Investor realisiert. Sie vermietet auch die Flächen. In den oberen Stockwerken 9 bis 23 entsteht ein Radisson-Hotel mit 168 Zimmern, zehn Veranstaltungsräumen, einem Restaurant und einer Bar im zehnten Stock samt großer Dachterrasse sowie einem 150 Quadratmeter großen Fitness- und Saunabereich im elften Obergeschoss. Ansonsten sind in dem Gebäude Büronutzungen vorgesehen. „Die Mieter stehen noch nicht fest“, sagt eine Porsche-Sprecherin. 2017 wurde in Miami das erste von der Firmentochter Porsche Design entwickelte Hochhaus eröffnet. Im Frankfurter Europaviertel entsteht ein 80 Meter hoher Tower als reines Wohnhaus.

Eines der höchsten Gebäude Stuttgarts

Im vom Hochhaus getrennten Gebäude der Niederlassung sind rund 1500 Quadratmeter als Ausstellungsfläche im Innen- und Außenbereich vorgesehen, die Werkstatt nimmt eine Fläche von 3500 Quadratmeter ein. Das ist in etwa die Größe der heutigen Niederlassung am Porscheplatz in Zuffenhausen, die Mitte 2022 umziehen soll.




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