Prozess in Stuttgart wegen besetzten Hauses Stadträte Adler, Pantisano und Rockenbauch vor Gericht

Von George Stavrakis 

OB-Kandidat Hannes Rockenbauch (SÖS) und zwei weitere Stadträte stehen am Freitag wegen Hausfriedensbruchs vor dem Amtsgericht.

Die Besetzung eines Hauses in Heslach hat ein juristisches Nachspiel. Foto: Lichtgut/Julian Rettig
Die Besetzung eines Hauses in Heslach hat ein juristisches Nachspiel. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Stuttgart - Die Stadträte Thomas Adler (Linke), Luigi Pantisano (SÖS) und OB-Kandidat Hannes Rockenbauch (SÖS) werden sich aller Voraussicht nach am Freitag, 30. Oktober, von 9 Uhr an vor dem Amtsgericht Stuttgart verantworten müssen. Der Prozess, in dem den Kommunalpolitikern Hausfriedensbruch vorgeworfen wird, wurde schon mehrfach, auch wegen Corona, verschoben.

Adler, Pantisano und Rockenbauch haben Einspruch gegen Strafbefehle eingelegt. Diese waren gegen die drei Politiker wegen Hausfrie­densbruchs ergangen, etwa 2000 Euro solle jeder von ihnen zahlen, so Pantisano. Die drei Politiker hatten sich im Frühjahr 2018 mit den Besetzern mehrerer Wohnungen eines Hauses an der Wilhelm-Raabe-Straße in Heslach solidarisiert. Sie drehten in einer Wohnung des besetzten Hauses für das Internetformat „Rockpolitik“ Interviews. Damit haben sie laut Staatsanwaltschaft Hausfriedensbruch begangen. Vor dem Prozess plant das Aktionsbündnis Recht auf Wohnen eine Kundgebung um 8.30 Uhr vor dem Gericht.




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