Stuttgart stärkt den Fahrradverkehr in Feuerbach Stadt baut die fünfte Fahrradstraße
Umbau und Umgestaltung der Burgenlandstraße in Feuerbach beginnen am 8. April. Maßnahme kostet 226 000 Euro und soll im Herbst abgeschlossen sein.
Umbau und Umgestaltung der Burgenlandstraße in Feuerbach beginnen am 8. April. Maßnahme kostet 226 000 Euro und soll im Herbst abgeschlossen sein.
Bis zum Jahr 2030 soll in Stuttgart der Anteil der Radfahrer im Straßenverkehr auf 25 Prozent gesteigert werden. Allein mit dem Ausbau der großen Hauptradrouten – aktuell werden rund zwölf Millionen Euro in die Route 2 zwischen Hedelfingen und Stuttgart-Ost investiert – quer durch die Stadt wird sich das Vorhaben aber sicherlich nicht realisieren lassen.
Eine weitere, wichtige Maßnahme, um das Radeln in Stuttgart attraktiver zu machen, stellen auch die Fahrradstraßen dar. Sie dienen dazu, den Radverkehr zu bündeln und sicherer zu machen, denn Radfahrende haben hier Vorrang und dürfen nebeneinander fahren. Zusatzschilder können einen Auto- und Motorradverkehr allerdings zulassen, zum Beispiel in Wohngebieten. Was wichtig ist: Es gilt immer eine Höchstgeschwindigkeit von Tempo 30.
Während in München bereits 91 solcher Fahrradstraßen auf einer Gesamtlänge von 43 Kilometern eingerichtet wurden und auch die Stadt Essen mehr als 80 Fahrradstraßen vorweisen kann, steckt Stuttgart hierbei noch in den Kinderschuhen. Im vergangenen Jahr wurde mit der Möhringer Straße in Stuttgart-Süd nach der Tübinger Straße (2016), Eberhardstraße (2019) und Wiesbadener Straße (2022) in Bad Cannstatt erst die vierte Fahrradstraße in der Landeshauptstadt offiziell freigegeben. Der Umbau und die Umgestaltung der rund 1,4 Kilometer langen Strecke zwischen dem Marienplatz (Einfahrt Tannenstraße) bis zur Böheimstraße kosteten zwei Millionen Euro.
Nun folgt die fünfte Fahrradstraße: Das Tiefbauamt beginnt am Montag, 8. April, in der Feuerbacher Burgenlandstraße im Abschnitt zwischen der Linzer Straße und der Leobener Straße mit den Bauarbeiten für eine weitere Fahrradstraße. „Die Strecke ist 590 Meter lang und für die Umgestaltung sind etwa 226 000 Euro eingeplant“, sagt der Stadtsprecher Oliver Hillinger.
Um die Beeinträchtigungen für die Anliegerinnen und Anlieger so gering wie möglich zu halten, erfolgen die Arbeiten abschnittsweise. „Zum Auftakt werden bis Ende Mai die Kreuzungsbereiche an der Grazer Straße und an der Linzer Straße umgestaltet“, sagt Hillinger. Im Anschluss daran ändern sich dort die bestehenden Vorfahrtsregelungen zur Grazer Straße.
Autofahrer müssen während des Umbaus mit Behinderungen und Umleitungen rechnen. „Für die erste Bauphase ist die Vollsperrung der Kreuzung Grazer /Burgenlandstraße vorgesehen“, so der Stadtsprecher. Hier wird der Autoverkehr in Richtung Wilhelm-Geiger-Platz über die Stuttgarter und Leobener Straße umgeleitet. Der Autoverkehr in Richtung Stuttgarter Straße wird über die Wiener /Stuttgarter Straße und über die Wiener /Bludenzer Straße umgeleitet. Für die zweite Bauphase im Bereich der Kreuzung Burgenland-/Linzer Straße werde es dagegen keine Umleitung für den Autoverkehr geben. Betroffen seien nur die Anwohner, die vom Tiefbauamt direkt informiert werden. „Die neue Fahrradstraße soll bis Herbst fertiggestellt sein“, so der Stadtsprecher.