Stuttgart-Süd Kleiderdiscounter könnte zur Kinderkrippe werden

Von Heike Armbruster 

Viele Geschäfte in Heslach stehen leer. Für den ehemaligen Kik könnte es eine Lösung geben.

Für den Kleiderdiscounter Kik fand sich bislang kein Nachfolger. Foto: dpa
Für den Kleiderdiscounter Kik fand sich bislang kein Nachfolger. Foto: dpa

Stuttgart-Süd - Seit einem Jahr versucht die Stinag Holding das Ladengeschäft an der Böblinger Straße 125 und 127 zu vermieten. Doch für den Kleiderdiscounter Kik fand sich bislang kein Nachfolger. Seit einigen Wochen stehen nun Baugerüste vor den beiden Gebäuden. Doch diese deuten nicht auf Umbauarbeiten im Innern hin. Lediglich die Fassaden werden gestrichen. Für das Ladenlokal sind nun alternative Nutzungen im Gespräch.

„Es ist zu wenig Bewegung auf der Böblinger Straße“, sagt Heike Sanberger, die Leiterin der Immobilienabteilung der Stinag. Damit meint sie auch, dass viele Einzelhändler ihre Geschäfte schließen mussten, ohne sie einem Nachfolger übergeben zu können. Je mehr Ladenlokale aber leer stehen, desto weniger Unternehmen interessieren sich für die Räume. In der Böblinger Straße 125 und 127 ist zudem die Größe der Fläche ein Problem. Für einen Supermarkt ist sie zu klein, für andere Interessenten zu groß, sagt Sanberger.

Pläne für Kindertagesstätte könnten wieder aufleben

Die Idee, dort eine Kindertagesstätte einzurichten, ist nicht neu. „Die bisherigen Versuche sind jedoch gescheitert“, sagt Sanberger. Nun könnten diese Pläne wieder aufleben. Derzeit sucht die Stadt in allen Bezirken verstärkt nach Standorten für Kindertageseinrichtungen, denn ab dem kommenden Jahr haben unter Dreijährige einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz. Im Süden ist die Suche nach geeigneten Gebäuden schwierig. Das betonte Bezirksvorsteher Rupert Kellermann jüngst.

Angesprochen auf die Freifläche in der Böblinger Straße erklärte Kellermann gegenüber unserer Zeitung, das Ladenlokal böte sich für eine Krippe an. Es dränge sich allerdings nicht unmittelbar als Standort auf, weil die Nähe zu den Stadtbahngleisen sich als gefährlich für Kinder erweisen könnte. Wenn das Ladenlokal aber so umgebaut würde, dass der Eingang in den Innenhof verlegt würde, bestünde die Möglichkeit, dort eine Krippe zu realisieren. „Nach hinten schließt sich ein tolles Gelände an die beiden Gebäude an“, so der Bezirksvorsteher und verweist auf den öffentlichen Spielplatz dort.

Für eine Krippe bedürfe es großer Umbauarbeiten im Inneren des Gebäudes, sagt Heike Sanberger. Die Stinag sei aber bereit, gemeinsam mit der Stadt ein Konzept zu erarbeiten und zu verwirklichen. Inwiefern die Einwilligung der LBBW Immobilien für die Umbauarbeiten notwendig ist, steht derzeit nicht fest. Der Gesellschaft gehören die Mietwohnungen in den oberen Stockwerden. Diese sind allerdings Teil des Wohnungspakets, das zum Verkauf steht.

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