Unfälle in Stuttgart und der Region Drei Fußgänger bei Dunkelheit tödlich verunglückt

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In den Abendstunden des Montag und des Dienstag sind in Stuttgart und der Region drei Fußgänger ums Leben gekommen. Die drei Unfälle haben eines gemeinsam.

An der Magstadter Straße kam am Dienstag ein 75-jähriger Mann ums Leben. Foto: SDMG
An der Magstadter Straße kam am Dienstag ein 75-jähriger Mann ums Leben. Foto: SDMG

Stuttgart - Es ist ein trauriger Zufall, dass innerhalb von zwei Tagen drei Fußgänger in der Region Stuttgart bei Unfällen getötet wurden. Und doch erzählen die drei Einzelfälle eine gemeinsame Geschichte: Denn in allen drei Fällen waren es ältere Menschen, die in der Dunkelheit von Autofahrern übersehen wurden, als sie über die Straße gehen wollten.

Am Montag war in Fellbach (Rems-Murr-Kreis) ein 81-jähriger Mann angefahren worden. Am Dienstag kam es in Stuttgart bei den Wildparkseen zu einem tödlichen Unfall. Kurz nach 17 Uhr war es schon dunkel, als ein 75-Jähriger angefahren wurde. Rund zwei Stunden später erfasste eine 27-jährige Autofahrerin dann zwischen Markgröningen und Asperg (Kreis Ludwigsburg) auf Höhe der Markgröninger Klinik eine Frau, die kurz nach 19 Uhr über die Straße gehen wollte. Die 81-Jährige starb noch an der Unfallstelle.

Alle drei Unfallopfer waren bei Dunkelheit zu Fuß unterwegs

An den Wildparkseen in Stuttgart wollte ein 75-jähriger Mann, der mit einer Gruppe spazieren war, auf Höhe des Neuen Sees über die Magstadter Straße gehen. Dabei wurde er vom Wagen eines 72-jährigen Autofahrers erfasst. Die Rettungskräfte hätten ihn an der Unfallstelle noch ansprechen können. Jedoch sei er in der Nacht zum Mittwoch im Krankenhaus gestorben, meldet die Polizei.

Dieser Unfall und der zwei Stunden zuvor bei Markgröningen geschehene trugen sich außerhalb der Ortschaften zu. Innerorts kam am Montag Fellbachs früherer Sozialbürgermeister Raimund Ullrich im Ortsteil Schmiden ums Leben. Der 81-Jährige war laut der Polizei in der Dunkelheit ebenfalls zu spät gesehen worden.

Neben den drei tödlichen Unfällen wurden noch in Nürtingen und Leinfelden-Echterdingen (Kreis Esslingen) Fußgänger bei Dunkelheit angefahren. Schwere Verletzungen erlitt auch eine 71-Jährige, die in Weil der Stadt (Kreis Böblingen) auf einem Zebrastreifen angefahren wurde. In den Unfallstatistiken sind die Wintermonate stets die mit den meisten verunglückten Fußgängern im Straßenverkehr. In Stuttgart sind in diesem Jahr bereits neun Menschen bei Unfällen getötet worden. Sechs waren Fußgänger.

Ältere Fußgänger sind in der dunklen Jahreszeit besonders gefährdet. Wie viele jüngere Fußgänger auch, tragen sie häufig dunkle Winterkleidung. Hinzu kommt, dass sie selbst dann, wenn sie noch gut zu Fuß sind, etwas langsamer ausweichen oder zur Seite springen, als das jüngere Verkehrsteilnehmer tun. Die Verkehrspolizei weiß um die besonderen Gefahren für ältere Menschen im Straßenverkehr. Ein Polizeisprecher rät allen Verkehrsteilnehmern: „Hören Sie auf Ihren Körper.“