Stuttgart und Remstal Das steckt hinter den SEK-Einsätzen

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Spezialeinheiten haben insgesamt drei Häuser gestürmt. Die Gesuchten wurden nicht gefasst – sie sollen in Waiblingen auf einen 33-Jährigen geschossen haben. Möglicherweise werden bald Fahndungsfotos veröffentlicht.

Einen zweiten Einsatz gab es in Stuttgart-Wangen.  Foto: 7aktuell.de/Andreas Werner 9 Bilder
Einen zweiten Einsatz gab es in Stuttgart-Wangen. Foto: 7aktuell.de/Andreas Werner

Stuttgart/Rems-Murr-Kreis - Spezialkräfte der Polizei haben am Freitagvormittag zwei Häuser in Stuttgart-Wangen und Korb (Rems-Murr-Kreis) durchsucht. Bereits am Mittwoch ereignete sich ein ähnlicher Einsatz in Waiblingen. Ziel der Aktion waren vier Männer, die mit einem internationalem Haftbefehl gesucht werden. Sie stehen im Verdacht, am Dienstag in Waiblingen auf einen 33-Jährigen geschossen und ihn lebensgefährlich verletzt zu haben.

An allen drei Orten rückten die Beamten des Spezialeinsatzkommandos (SEK) mit gezückten Waffen vor, sie wurden unterstützt von Streifenbeamten in schwerer Schutzausrüstung sowie der Hundestaffel. Die Gesuchten konnten der Polizei offenbar trotzdem entwischen, sie sind nach wie vor auf freiem Fuß.

Bei den Gesuchten handelt es sich um vier Brüder

Zur genauen Identität der Männer teilt die Polizei nur mit, dass es sich um Brüder irakischer Abstammung handeln soll, die schon seit längerer Zeit mit dem 33-jährigen Opfer in Streit liegen sollen. Möglicherweise, so ein Sprecher, werde in den kommenden Tagen auch mit Fahndungsfotos nach den Männern gesucht.

Auf Fotos von dem Einsatz in Stuttgart-Wangen sind Rettungs- und Notarztfahrzeuge zu sehen, eine Spezialeinsatzkraft trägt auch die Bezeichnung „Medic“, also Sanitäter, auf der Schutzweste. Der Polizeisprecher betont aber, bei dem Einsatz sei niemand verletzt worden. Die Sanitäter seien routinemäßig immer dann dabei, wenn Spezialkräfte zu ihren potenziell gefährlichen Einsätzen ausrückten.

Schüsse in Waiblingen waren der Auslöser der Einsätze

Im Waiblinger Industriegebiet Eisental war am Dienstagvormittag ein 33 Jahre alter Mann von mehreren Schüssen getroffen und lebensgefährlich verletzt worden. Bei dem Opfer handelt es sich um den Chef einer dortigen Autowerkstatt. Zeugen sagten der Polizei, sie hätten aus einem Firmengebäude einen Streit gehört. Dann seien Schüsse gefallen; dann seien vier Männer mit einem grauen Kombi davongefahren. Das Opfer schwebt noch in Lebensgefahr und konnte nicht vernommen werden. Die Polizei hat eine Sonderkommission (Soko) aus 50 Ermittlern eingerichtet.