Stuttgart-Vaihingen Der Schrannenplatz ist ein Hundeklo

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Hundehäufchen auf dem Gehweg und in der Wiese sind eklig. Ein Anwohner aus Stuttgart-Vaihingen fordert das Ordnungsamt auf, regelmäßig zu kontrollieren, dass Hundehalter die Hinterlassenschaften ihrer Tiere entfernen.

Ob Fiffi weiß, was gemeint ist? Zumindest Frauchen oder Herrchen sollten es wissen und entsprechend handeln, findet Markus Mohn aus Stuttgart-Vaihingen. Foto: dpa
Ob Fiffi weiß, was gemeint ist? Zumindest Frauchen oder Herrchen sollten es wissen und entsprechend handeln, findet Markus Mohn aus Stuttgart-Vaihingen. Foto: dpa

Vaihingen - Markus Mohn ist verärgert. Hundehaufen seien nicht nur rund um die Haltestelle „Österfeld“ (wir berichteten) ein Problem, sagt der Familienvater. Direkt vor seinem Grundstück befinde sich der Schrannenplatz. Und dort würden Tag für Tag viele Hundebesitzer mit ihren Vierbeinern Gassi gehen. „Die wenigsten entfernen die Hinterlassenschaften ihrer Hunde, was schon zu sehr ekelhaften Unfällen unserer auf dieser Wiese spielenden Kinder geführt hat“, sagt Mohn. Zudem würden viele Hunde an seine Gartenmauser pinkeln. „Die Besitzer stört das nicht“, sagt Mohn. Er habe schon mehrere darauf angesprochen. „Aber die bagatellisieren die Sache nur“, sagt Mohn. Am meisten aber frustriere ihn, dass es letztlich die eigenen Nachbarn seien, die am Schrannenplatz mit ihrem Hund Gassi gehen und so „respektlos“ gegenüber ihren Mitmenschen seien.

Markus Mohn hat eine Mail an sicherheit@stuttgart.de geschickt. Dorthin können sich die Bürger wenden, wenn sie in ihrer Nachbarschaft vermehrt Hundehalter beobachten, die die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner nicht wegmachen. Denn das ist grundsätzlich Pflicht. Die Mail geht ans Ordnungsamt. Der städtische Vollzugsdienst kontrolliert dann vor Ort. Wenn er Frauchen oder Herrchen dabei erwischt, dass sie das Häufchen seines Lieblings einfach liegen lassen, muss der Halter 75 Euro bezahlen.

Für Hundehaufen auf dem Gehweg wird ein Bußgeld von 75 Euro fällig

Markus Mohn fordert regelmäßige Kontrollen am Schrannenplatz. Insbesondere in den Morgen- und Abendstunden. Denn wenn es dunkel sei, seien besonders viele Gassigeher unterwegs, sagt er. Darüber hinaus fordert Mohn Verbotsschilder. Schließlich gebe es viele Beispiele für Wiesen in der Stadt, die für Hunde verboten seien. Alternativ könne das Ordnungsamt auf den Schildern auch auf das Bußgeld in Höhe von 75 Euro hinweisen. „Es geht darum, die Hundehalter wachzurütteln“, sagt Mohn. Er selbst habe auch schon Schilder aufgestellt. Aber die seien am nächsten Tag gleich wieder weg gewesen. „Wahrscheinlich haben die Hundehalter sie entfernt, die sich angesprochen fühlten“, vermutet Mohn. Von der Stadtverwaltung hat er noch keine Antwort auf seine Mail bekommen. Das heiße aber nicht, dass man sich nicht um die Angelegenheit kümmere. „Wir nehmen die Sache ernst“, verspricht Stefan Kinkelin vom Ordnungsamt.

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