Stuttgart-Vaihingen Hundekot auf Wegen kostet 75 Euro

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Der städtische Vollzugsdienst Stuttgart kontrolliert regelmäßig, dass Hundehalter die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner entfernen. Doch es gibt Beschwerden.

Gassi gehen ist gesund. Im Hundekot sind aber Krankheitserreger. Deshalb und weil es eklig ist, müssen Tierhalter die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner  wegmachen. Foto: dpa
Gassi gehen ist gesund. Im Hundekot sind aber Krankheitserreger. Deshalb und weil es eklig ist, müssen Tierhalter die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner wegmachen. Foto: dpa

Vaihingen - Bruno Baumbach findet deutliche Worte: Riesige Hundehaufen würden immer wieder auf dem asphaltierten Weg zwischen der Don-Carlos-Straße und der Haltestelle „Österfeld“ liegen. Das ärgert den ehemaligen Polizisten. Er ist ein Tierliebhaber und täglich mit seinem Dackel unterwegs. Manchmal werde er von Radfahrern und Spaziergängern „angeekelt“, warum er die Hinterlassenschaften seines Vierbeiners nicht wegmache. Er verhalte sich immer korrekt, antwortet Baumbach in einer solchen Situation, und überhaupt: So große Haufen könne sein kleiner Hund gar nicht machen.

Polizei hat Anzeige aufgenommen

Im Gebiet Unterer Grund und rund um die Haltestelle „Österfeld“ ist noch mehr buchstäblich nicht im Reinen. So liegen auf der Nesenbachtalbrücke regelmäßig Pferdeäpfel. Und an der S-Bahnstation würden Unbekannte immer wieder die dort geparkten Fahrräder umwerfen und beschädigen und die Scheiben an den Treppenhäusern einschlagen. Der Senior wünscht sich mehr Kontrollen. Baumbach hat auch die Polizei informiert. Die Beamten waren vor Ort und haben, zumindest was die Hundehaufen und Pferdeäpfel betrifft, eine Anzeige aufgenommen.

So wie im Wohngebiet Österfeld sieht es auch in anderen Gegenden in Vaihingen und Möhringen aus. Im Bürgerhaushalt waren zum Beispiel das Rosental und die Felder zwischen dem Gebiet Kuchen und der Nord-Süd-Straße ein Thema. Auch die Bauern rufen jedes Jahr dazu auf, Hunde nicht auf landwirtschaftliche Flächen zu lassen und die Hinterlassenschaften der Tiere zu entfernen. Sonst könnten die Lebensmittel verunreinigt werden, die sie auf den Äckern anbauen.

Grünanlagen sind Schwerpunkte

Stefan Kinkelin vom Amt für öffentliche Ordnung weist darauf hin, dass Hundehalter die Hinterlassenschaften ihrer Tiere immer entfernen müssen. „Egal wann und wo“, betont er. Die Mitarbeiter des städtischen Vollzugsdienstes seien regelmäßig unterwegs, um zu kontrollieren. Wer erwischt wird, muss zahlen. Für nicht entfernte Hundehaufen wird ein Bußgeld in Höhe von 75 Euro fällig. Kinkelin rät Bürgern, die in einem bestimmten Gebiet vermehrt beobachten, dass sich die Gassigeher nicht korrekt verhalten, sich bei der Stadt zu melden. Sie können ihren Hinweis per Mail an sicherheit@stuttgart.de senden.

Das Wohngebiet Österfeld ist Kinkelin bisher nicht als Schwerpunkt bekannt. „Meistens sind das eher die Grünanalgen und Parks“, sagt der Mann vom Ordnungsamt. In Sindelfingen gab es jüngst vermehrt Beschwerden, dass die Vierbeiner auf den Streuobstwieden unterwegs sind. Kinkelin kann das für Stuttgart nicht bestätigen.

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