Stuttgart-Vaihingen SPD will Klarheit für das Müze

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Die Sozialdemokraten wollen wissen, ob und zu welchen Konditionen der Eltern-Kind-Treff die ehemaligen Horträume an der Robert-Koch-Straße 21 beziehen kann.

Der Müze-Flohmarkt in der Österfeldhalle ist immer gut besucht. 2017 gab es zusätzlich ein World Café. Foto: Archiv Alexandra Kratz
Der Müze-Flohmarkt in der Österfeldhalle ist immer gut besucht. 2017 gab es zusätzlich ein World Café. Foto: Archiv Alexandra Kratz

Vaihingen - Das World Café ist ein voller Erfolg gewesen. Im Mai hatte das Team des Eltern-Kind-Treffs Müze zu seinem traditionellen Flohmarkt in die Österfeldhalle geladen. Dabei gab es für die Familien diesmal aber nicht nur Schnäppchen zu kaufen. Sie konnten auch ihre Ideen einbringen. Bei einem World Café werden an mehreren Tischen Anregungen zu unterschiedlichen Themen gesammelt. Im Fall des Eltern-Kind-Treffs konnten die Flohmarkbesuche ihre Ideen direkt auf die Papiertischdecken schreiben. „Das Interesse war groß“, erinnert sich die Geschäftsführerin Stefanie Schönleber. Für sie und das Müze-Team war das auch ein Beweis dafür, wie beliebt der Eltern-Kind-Treff ist. Das Fazit der Umfrage: „Die Vaihinger wünschen sich das Müze so, wie sie ist, und noch was obendrauf“, fasst Schönleber zusammen. Gefragt seien unter anderem mehr Angebote für ältere Kinder und auch für die ganze Familie sowie noch mehr interkulturelle Veranstaltungen. Zudem habe das Müze mit dem World Café einige neue Ehrenamtliche gewinnen können.

Ein Architekt hat Pläne gezeichnet

„Wir haben nun viele Ideen in der Pipeline und wollen diese gern umsetzen“, sagt Schönleber. Doch dazu fehle der Platz. Die Räume an der Ernst-Kachel-Straße 5 sind zu klein. Seit mittlerweile 13 Jahren sind die Geschäftsführerin und ihre Mitstreiter auf der Suche nach größeren Räumen. Im Raum steht, dass der Eltern-Kind-Treff in die ehemaligen Horträume an der Robert-Koch-Straße 21 ziehen kann. Der Gemeinderat hatte im Doppelhaushalt Geld für die Planung eines neuen Treffpunkts bereitgestellt. In den vergangenen Monaten kam der Müze-Vorstand immer wieder mal mit Vertretern der Stadtverwaltung zusammen. Ein Architekt zeichnete Pläne. Demnach könnte der Eltern-Kind-Treff die Räume im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss mieten. Das Ministerium für Soziales und Integration fördert das Projekt unter der Überschrift „Komm, wir bauen uns ein Haus in diese Welt“ aus Landesmitteln.

Der einstige Hort an der Robert-Koch-Straße wurden bis Anfang des Jahres vom Jugendamt genutzt. Dort waren unbegleitete minderjährige Flüchtlinge untergebracht. Inzwischen steht das Gebäude leer. Doch von einem möglichen Umzug des Eltern-Kind-Treffs hat man nichts mehr gehört.

SPD will Klarheit für das Müze

Nun hat die SPD im Stuttgarter Gemeinderat einen Antrag unter der Überschrift „Quo vadis Eltern-Kind-Treff Müze?“ eingebracht. Die Sozialdemokraten fordern einen Bericht in der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses beziehungsweise des Ausschusses für Wirtschaft und Wohnen. Konkret wollen die Stadträte Antwort auf folgende Fragen: „Wie weit sind entsprechende Sanierungsplanungen? Gibt es dafür Kostenvoranschläge und Finanzierungsvorstellungen? Welche Zeitschiene ist vorgesehen? Wann könnte das Müze die Räume nutzen und zu welchen Konditionen?“

Auf Nachfrage fügt der Vaihinger SPD-Betreuungsstadtrat Hans H. Pfeifer hinzu: „Ich verfolge den Eltern-Kind-Treff Müze schon seit Jahren mit viel Sympathie. Die Menschen dort machen einen tollen Job. Ich möchte sie bei der Suche nach einem neuen Standort unterstützen.“ Denn die Räume an der Ernst-Kachel-Straße 5 seien hoffnungslos beengt. Mit dem ehemaligen Hort an der Robert-Koch-Straße habe sich eine Lösung angedeutet. „Doch inzwischen ist das ein Mysterium geworden“, sagt Pfeifer. Es würden verschiedene Zahlen und Summen durch den Raum geistern. „Wir wollen Klarheit haben“, sagt Pfeifer. Auf dem kleinen Dienstweg habe er keine genauen Informationen bekommen können. „Darum habe ich nun das offizielle Antragsverfahren gewählt“, sagt der Stadtrat und ergänzt: „Das Müze braucht endlich eine klare Perspektive.“ Stefanie Schönleber ist froh über den Antrag. „Wir sind auf die Stadträte zugegangen – auch mit Blick auf die jetzt anstehenden Haushaltsberatungen“, sagt sie.

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