Stuttgart-Vaihingen/Stuttgart-Möhringen CDU fordert Gerechtigkeit bei Fahrverboten

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Dass ältere Dieselfahrzeuge das Parkhaus Österfeld und andere Park-und-Ride-Anlagen in Stuttgart anfahren dürfen, erscheint den Ortsvereinen unlogisch. Sie wehren sich.

Der viele Autoverkehr in Stuttgart führt zu dicker Luft. Foto: dpa
Der viele Autoverkehr in Stuttgart führt zu dicker Luft. Foto: dpa

Filder - Zum wiederholten Male nehmen die CDU-Ortsvereine Vaihingen und Möhringen Stellung zu der aktuellen Debatte über Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge. „Die Diskussion um CO2 zeigt einmal mehr, dass die Vereinfachung und Konzentration auf einzelne singuläre Themen wie Stickstoffoxide uns nicht wirklich weiterbringt, zumal wenn andere wichtige Wirkungen wie Kohlendioxid-Emissionen, Lebenszykluswirkungen vernachlässigt werden“, heißt es in einer Pressemitteilung der CDU Vaihingen .

Der Beschluss der grün-schwarzen Landesregierung, dass 16 Park-und-Ride-Anlagen in den Stuttgarter Außenbezirken von allen Dieselautos ohne Ausnahme angefahren werden dürfen – darunter auch das Parkhaus Österfeld in Vaihingen und das Parkhaus Albstraße in Degerloch – ist für die Lokalpolitiker nicht einleuchtend. „Wenn alte Diesel in die Stadt fahren dürfen, dann ist es unverständlich, warum Möhringer und Vaihinger Dieselbesitzer nicht mehr aus Stuttgart hinaus fahren dürfen“, argumentiert Christof Ebert, der Vorsitzende der CDU Vaihingen.

Ortsvereine fordern einen „differenzierteren Umgang“ mit dem Thema

Bei dieser Reglementierung fehle jegliche Verhältnismäßigkeit sagt auch Matthias Scheible, der Vorsitzende der CDU Möhringen, ergänzt: „Viele Dieselbesitzer wollen doch gar nicht in die Stadt fahren, aber sie würden gerne mit ihrem Auto aus Stuttgart hinaus fahren.“

Die beiden CDU-Ortsverbände fordern nun von den Verantwortlichen einen „differenzierteren Umgang“ mit dem Thema. „Wir verdammen jetzt durch die einseitige Fokussierung auf Stickstoffoxide moderne und saubere Dieselantriebe. Die komplexen Zusammenhänge und klimatischen Folgen werden gerade von selbst ernannten Experten vernachlässigt“, sagt Christof Ebert. Seiner Meinung nach ist der Diesel ein wichtiger Beitrag zu einer globalen CO2-Reduktion.

„Die Ortsverbände sind überzeugt, wir brauchen Luftreinhaltung, aber wir brauchen auch eine CO2-Reduktion und wir brauchen einen nachhaltigen Ressourceneinsatz“, schreiben die Ortsvereine in ihrer Pressemitteilung weiter, und sie kritisieren zudem: „Die Verschrottung von Dieselautos, die gerade ein paar Jahre alt sind, ist hochgradig unökologisch.“

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