Sicherheit wird von der Polizei in nackten Zahlen gemessen. Das deckt sich nicht immer ganz mit der Sicht der Bürgerinnen und Bürger – und auch unterschiedliche Altersgruppen haben verschiedene Perspektiven.

Sara ist 18. Sie geht gerne aus. „Aber es ist anders geworden in den zurückliegenden Jahren“, sagt die Schülerin aus Möhringen. Sie sieht zu, dass sie in einer Gruppe unterwegs ist – und möglichst nicht nur mit anderen jungen Frauen, sondern auch Jungs. Ihr sei zwar nie was passiert. Und das Gerede, man könne in Stuttgart „ja gar nirgends mehr hin“, das Schwarzmaler in Wahlkampfzeiten verbreiten, hält sie für falsch. Aber sie hat beobachtet, dass in der Stadt relativ häufig die Fäuste fliegen, unter jungen Männern. „Im Club muss man dann auch als Frau aufpassen, dass man nicht dazwischen gerät“, sagt sie – auch wenn man nicht das Ziel der Attacke sei.