Stuttgart West Hofflohmarkt Nach Trödel stöbern in den Höfen

Von Saskia Dreßler 

Der erste Hofflohmarkt in diesem Sommer hat im Stuttgarter Westen stattgefunden. 150 Höfe waren in diesem Jahr dabei.

Beim Hofflohmarkt im Stuttgarter Westen gab es genügend Foto: Saskia Dreßler
Beim Hofflohmarkt im Stuttgarter Westen gab es genügend Foto: Saskia Dreßler

S-West - Von diesem Wochenende an ist die Hofflohmarkt-Saison in Stuttgart eröffnet. Der erste Hofflohmarkt fand am Samstag im Stuttgarter Westen statt. Es folgen noch weitere Flohmärkte im Juni, Juli und September. Ein Flohmarkt im Lehenviertel, Heusteigviertel, Bohnenviertel und Stitzenburgviertel, die nächsten in Heslach, Vaihingen/Rohr/Dürrlewang, Degerloch und Sonnenberg, Möhringen, Bad Cannstatt und dem Stuttgarter Osten.

„Bei den Hofflohmärkten geht es neben dem Kennenlernen der eigenen Nachbarschaft und dem Entdecken des Viertels auch um die Nachhaltigkeit“, sagt René Götz, der Organisator der Hofflohmärkte. „Ziel der Hofflohmärten ist, dass wir zeigen, dass das eigene Viertel bunt ist“, sagt Götz.

Wie kleine Hoffeste

In diesem Jahr sind über 150 Höfe dabei. „Wir haben in diesem Jahr mehr Höfe dabei als in den letzten Jahren. Das freut uns sehr“, sagt Götz. Verkauft wird alles – von Büchern über Kleidung bis Geschirr. Voraussetzung ist nur, dass die Sachen im eigenen Hof oder Garten verkauft werden. Eine Anmeldung für einen eigenen Hofflohmarkt ist auf der Internetseite der Hofflohmärkte möglich. Dort finden sowohl die Verkäufer als auch die Käufer alle weiteren wichtigen Informationen und eine Karte, wo sich welcher Hofflohmarkt befindet.

„Viele Verkäufer sind sehr engagiert und die Verkaufsstellen erinnern oft an kleine Hoffeste“, sagt Götz. So gibt es auch Höfe mit Livemusik und Sitzgelegenheiten für die Besucher. Auch ortansässige Geschäfte beteiligen sich an dem Flohmarkt. „Uns ist es sehr wichtig, nicht nur den Flohmarkt zu veranstalten, sondern auch die Geschäfte vor Ort zu unterstützen“, sagt Götz.

Nicht nur die Schnäppchen-Jäger

Das Konzept der Hofflohmärkte ist keine neue Idee. Sie gibt es seit den 1980er Jahren und kommt aus der USA. Seit den 2000er fand die Idee auch in Deutschland anklang und den erste Hofflohmarkt gab es in München. Heute sind die Städte Köln, Frankfurt, Hannover, Stuttgart und Dortmund bei der Aktion dabei.

Bei den Besuchern kommt der Hofflohmarkt sehr gut an. „Nicht nur die Schnäppchen-Jäger kommen auf ihre Kosten. Jeder Besucher kann auch einfach mal seine Nachbarschaft kennenlernen und mit den Leuten direkt sprechen. Hier wachsen Hausgemeinschaften zusammen“, sagt Götz.

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