Stuttgarter Autorin Sigrid Klausmann Wie sich eine Filmemacherin vor Internet-Anmache schützt

Von ubo 

Wie wehrt man sich gegen lästige Anmache bei Facebook im Netz? Mit einem öffentlichen Kuss! Die Stuttgarter Filmemacherin Sigrid Klausmann und ihr Mann, der Schauspieler Walter Sittler, wissen sich zu helfen.

Filmemacherin Sigrid Klausmann und ihr Ehemann  Walter Sittler Foto: Screenshot
Filmemacherin Sigrid Klausmann und ihr Ehemann Walter Sittler Foto: Screenshot

Stuttgart - Wo fängt Freundschaft an, wo endet sie? Ist, wer einem sozialen Netzwerk angehört, unverschämten Kommentaren von sogenannten Freunden schutzlos ausgeliefert? Seit es Facebook gibt, ist der Freundschaftsbegriff verrutscht. Über 30 Millionen von 82 Millionen Deutschen sind Mitglied bei diesem „Gesichtsbuch“. Sie verschicken Freundschaftsanfragen oder wehren sie ab. Stolz sind viele auf endlose Freundschaftslisten. Mögen die Klagen über Hasskommentare groß sein – immer wieder zeigt sich auf dieser Plattform aber auch, wie kreativ, originell und witzig Menschen sind.

„I’m not looking for a man, okay?“

Die Stuttgarter Filmemacherin Sigrid Klausmann sah sich genötigt, mit ihrem Profilfoto bei Facebook einen privaten Kuss öffentlich zu machen, was im Netz für Lob sorgt. Ihr altes Profilfoto, auf dem sie allein zu sehen war, hatte für „auffallend viele Freundschaftsanfragen von mir unbekannten Männern, gerne in Uniform und in Gesellschaft mit der amerikanischen Flagge“ gesorgt, wie sie auf ihrer Seite schreibt. Nervig fand die 63-jährige Drehbuchautorin und Regisseurin dies. Wie wehrt man sich gegen Belästigungen? Mit Liebe! Mit einem Kuss! Das innige Foto, das Sigrid Klausmann mit ihrem Ehemann, dem Schauspieler Walter Sittler, zeigt, soll endlich klar machen: „I’m not looking for a man, okay?“

Die Kommentare auf ihr Posting verdeutlichen, dass viele im Netz ungebetene Anmache erfahren. „Diese Anfragen haben einen traurigen Hintergrund“, schreibt eine Userin, „das sind Fake-Profile von Afrikanern, die auf der Suche nach einem besseren Leben sind.“ Der „Sommerchat“, wie ihn die Regisseurin nennt, ist doch ein schöner Beweis dafür: Küssen hilft!

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