Stuttgarter Bäderlandschaft In Zuffenhausen soll ein ganz neues Hallenbad entstehen

Von Josef Schunder 

Seit Jahren schon gilt das bestehende Bad in Zuffenhausen als stark sanierungsbedürftig. Jetzt haben sich die Stadträte den Abriss und einen Neubau vorgenommen. Das hat für diverse Gruppen von Badegästen Vorteile.

Der Plan ist im Grundsatz gefasst: Das Hallenbad in Zuffenhausen wird abgerissen und neu gebaut. Foto: Bernd Zeyer
Der Plan ist im Grundsatz gefasst: Das Hallenbad in Zuffenhausen wird abgerissen und neu gebaut. Foto: Bernd Zeyer

Stuttgart - Die Bäderbetriebe der Stadt Stuttgart können Kurs nehmen auf einen Hallenbad-Neubau in Zuffenhausen. Nach dem Bezirksbeirat hat auch der Bäderausschuss des Gemeinderats sich dafür ausgesprochen und einen entsprechenden Grundsatzbeschluss gefasst. Damit kann nun ein Realisierungswettbewerb vorbereitet werden und danach sollen mittels eines Projektbeschlusses die Detailplanungen eingeleitet werden. Den Baubeschluss wird der Gemeinderat voraussichtlich im Jahr 2023 fassen – und dann könne das neue Hallenbad nach etwa zweieinhalb Jahren Bauzeit Mitte 2026 eröffnet werden.

Im Bäderausschuss waren die Mitglieder einhellig der Meinung, dass das schon länger stark sanierungsbedürftige Bad am besten gleich abgerissen und neu gebaut werden sollte. Dann seien die baulichen Risiken geringer, hatten die Bäderbetriebe und die Stadtverwaltung erklärt, der Betrieb werde kostengünstiger. Der Bau ebenfalls, wenn man die Varianten Sanierung und Neubau (mit Erweiterung) jeweils mit Saunaanlage rechnet. Der Neubau soll 30,3 Millionen Euro kosten, die Sanierung mit Saunabereich würde 1,6 Millionen Euro mehr kosten, berichtete die Verwaltung.

Nun steuert man einen Realisierungswettbewerb an

Indem man das bisherige Lehrschwimmbecken erweitert, soll ein zweites Becken mit 25-Meter-Bahnen entstehen. Die beiden Bereiche werden durch eine Glaswand optisch und akustisch getrennt. Einem Becken wird ein Eltern-Kind-Bereich zugeordnet. Im anderen Becken mit variablem Hubboden finden vorwiegend Schul- und Vereinssport statt. Die Bäderbetriebe erwarten, dass man sämtliche notwendigen Wasserbelegungszeiten für die Schulen erfüllen kann und sich dadurch auch der Bau eines Lehrschwimmbeckens im benachbarten Stammheim erübrigt. Das Bad soll aber auch für die Öffentlichkeit ganzjährig an sieben Tagen in der Woche zugänglich sein. Damit im Hallenbad mehr Energie erzeugt als verbraucht wird, sind vom Kostenbudget rund drei Millionen Euro für Klimaschutzaspekte vorgesehen.

So mancher Befürworte des Neubaus hofft jetzt nur noch eines: dass die Bäderbetriebe einen Weg finden, wieder eine Rutschbahn anzubieten. Die gibt es bisher, schien aber nach den bisherigen Überlegungen nicht mehr möglich zu sein.

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