Stuttgarter Ballettstar Eric Gauthier auf Sylt Wie lässt sich die Welt ein bisschen besser machen?

Eric Gauthier (am Mikrofon) übt bei der Sylt Art Fair mit Promis, darunter  Model und Schauspielerin Barbara Meier (rechts), den Schwanentanz ein. Foto: Jo/ua Sammer 7 Bilder
Eric Gauthier (am Mikrofon) übt bei der Sylt Art Fair mit Promis, darunter Model und Schauspielerin Barbara Meier (rechts), den Schwanentanz ein. Foto: Jo/ua Sammer

Auf Sylt hat Eric Gauthier Promis wie Barbara Meier und Michael Patrick Kelly zum Schwanentanz verführt. Daimler versammelte Kreative dort, um über neue Wege zu mehr Nachhaltigkeit zu beraten. Gefeiert wurde die Stuttgarter Fotografin Jeanette Bak.

Lokales: Uwe Bogen (ubo)
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Stuttgart - Eric Gauthier trägt ein Sylt-Tattoo. Seit Jahren erholt sich der Stuttgarter Ballettstar auf der Nordseeinsel. Erstmals ging’s zum Arbeiten an seinen Lieblingsurlaubsort. Eingeladen hat ihn Daimler, um bei einem Promi-Treffen der Initiative „Be a mover“ sein „The Dying Swans Project“ vorzustellen, das in der Pandemie zu einem wichtigen Mutmacher der Kulturszene geworden ist. Die Stuttgarter Fotografin Jeanette Bak hat jeden Schritt von den Proben bis zur Ausstrahlung der Internetfilme mit der Kamera begleitet. Drei Werke, die dabei entstanden sind, werden nun bei der Sylt Art Fair ausgestellt.

Die Initiative „Be a mover“ will was bewegen

Der sterbende Schwan ist noch lange nicht tot. Das stolze Wassertier im weißen Federkleid ist der Inbegriff des klassischen Balletts. Uraufgeführt wurde sein Solo vom Leben und Leiden im Jahr 1907. Der Stuttgarter Choreograf Eric Gauthier hat sich 114 Jahre später den Schwan ausgesucht, um Stellung gegen das Sterben der Kultur in der Pandemie zu beziehen – und mit ihm ist er nun bei einem Promi-Event auf Sylt gelandet.

Wie sterbende Schwäne, erzählt der gebürtige Kanadier, hätten seine Tänzerinnen und Tänzer Anfang des Jahres ihre Köpfe hängen lassen, als er ihnen sagen musste, der zweite Lockdown lege erneut die Bühne lahm. Das Projekt „The Dying Swans Project“, das mit 16 Choreografen für 16 Einzeltänzer in 16 Filmen fürs Netz entstand, wäre ohne Geld von Daimler nicht möglich geworden. Der Autokonzern fördert Gauthier über die weltweite Initiative „Be a Mover“. Gerade in der Coronakrise kommt’s auf den Gedanken an, der dahinter steckt: Lass dir was einfallen, um die Welt ein bisschen zu verbessern!

Jörg Howe, der „Außenminister“ von Daimler, ist gut vernetzt

Kopf der Be-a-Mover-Kampagne ist Jörg Howe, der bis Juli dieses Jahres globaler Kommunikationschef der Daimler AG war und nun als Generalbevollmächtigter für Außenbeziehungen und Kommunikation im Dienste der Lkw- und Bus-Sparte Daimler Truck steht. Vor vielen Jahren hat der gelernte Redakteur für die ARD das Boulevard-Magazin „Brisant“ entwickelt. Gut vernetzt in der Promi-Welt ist der 63-Jährige noch immer, weshalb viele bekannte Gesichter seiner Einladung folgten, auf Sylt gemeinsam darüber nachzudenken, wo sich was bewegen lässt, getreu dem Motto „Be a mover“. Barbara Maier, die als Siegerin von „Germany’s Next Topmodel“ bekannt geworden ist, berichtete, dass sie nachhaltige Modehersteller stärken will. Noch immer werde oft nicht darüber gesprochen, unter welchen oft unmenschlichen Bedingungen Kleider produziert werden. Dies müsse endlich anders werden.

Barbara Meier und Michael Patrick Kelly tanzen den „lebenden Schwan“

Für das YouTube-Format „Be a mover talk“ holte Gauthier in der Neuen Bootshalle das Barbara Meier und Popstar Michael Patrick Kelly zu sich auf die Bühne, um mit ihnen nicht den sterbenden, sondern „den lebenden Schwan“ zu tanzen, wie er berichtet. „Beide haben toll mitgemacht“, erzählt er. Kelly sei so begeistert gewesen, dass er Gauthier für einen seiner nächsten Musikvideos engagierte.

Bis zum 10. September gehört die Stuttgarter Fotografin Jeanette Bak zu den jungen Talenten, die mit den etablierten Fotografen Joachim Baldauf und Holger Jacobs (Ex-Assistent von Peter Lindbergh) sowie der Malerin Anne Kutzner bei der Sylt Art Fair ausstellen. Baks Werke, die unter anderem in der neuen „ Vogue“ zu sehen ist, dokumentieren die Entstehung des Stuttgarter Schwanenprojekts.

„Die Proben und die Filmaufnahmen für diese 16 Tanzstücke fotografisch festzuhalten, war ein immenses Privileg und die schiere Freude in einer schwierigen Zeit“, freut sich Jeanette Bak. Beim Promi-Event auf Sylt waren außerdem dabei: Fechtolympiasiegerin Britta Heidemann, Musiker Max Rosenberg, Schauspielerin Claudia Eisinger mit ihrem Partner, dem Musikproduzenten Mark Pinhasov aus Israel. Mit Eric Gauthier übten sie das Flügelschlagen eines Schwans ein. Und siehe da: Der sterbende Schwan bleibt weiterhin am Leben!




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